
Folien – Verpackung, Ladungssicherung und Produktschutz
Paletten sichern, Ware polstern, Oberflächen schützen, Staub fernhalten – für jede Schutzaufgabe in der Versandlogistik gibt es die passende Folie. Stretchfolien für die Ladungssicherung, Luftpolsterfolien für den Stoßschutz, Schrumpffolien für passgenaue Palettenhüllen, Schaumstofffolien für kratzempfindliche Oberflächen, Abdeckungen gegen Staub und Schmutz – plus die Geräte, um alles effizient zu verarbeiten. Folien sind somit ein idealer Produktschutz.
Was soll geschützt werden – und wovor?
Jede Folie löst ein bestimmtes Problem im B2B-Bereich. Die häufigste Verwechslung in der Praxis: Stretchfolie und Schrumpffolie klingen ähnlich, funktionieren aber grundverschieden. Und eine Luftpolsterfolie schützt gegen Stöße, aber nicht gegen Kratzer – dafür gibt es Schaumstofffolie. Die folgende Übersicht ordnet die acht Aufgaben den acht Folienkategorien zu.
| Ihre Aufgabe | Die Lösung | Kategorie |
|---|---|---|
| Palette für den Transport sichern | Stretchfolie um die Palette wickeln | Stretchfolien |
| Palette komplett umhüllen (Wetter, Manipulation) | Schrumpffolie oder Schrumpfhaube aufschrumpfen | Schrumpffolien |
| Empfindliche Ware im Paket polstern | Luftpolsterfolie oder Luftkissen einlegen | Luftpolsterfolien |
| Empfindliche Oberflächen kratzfrei halten | Schaumstofffolie auflegen – kein Marking | Schaumstofffolien |
| Palette oder Ware vor Staub schützen | Abdeckfolie oder Abdeckblatt auflegen | Abdeckungen |
| Kartons oder Produkte bündeln | Dehnbänder um die Ware spannen | BandGo Dehnbänder |
| Polstermaterial am Packplatz produzieren | AIRmove Luftkissensystem mit Foliensets | Luftpolsterfolien |
| Folien verarbeiten (wickeln, schrumpfen, abrollen) | Handabroller, Wickelgeräte, Schrumpfbrenner | Wickelgeräte und Schrumpfgeräte |
Die Kategorien im Detail
Stretchfolien – die Basis der Palettenlogistik
Stretchfolie wird um Paletten gewickelt und hält die Ladung durch elastische Dehnung zusammen. Das Prinzip ist einfach: Die Folie wird beim Wickeln gestreckt (gedehnt), und die elastische Rückstellkraft drückt die Folie gegen die Palette – die Ladung sitzt fest, ohne Umreifung, ohne Kleben, ohne Schrauben. In der Palettenlogistik ist Stretchfolie das am häufigsten eingesetzte Ladungssicherungsmittel, weil es schnell, günstig und universell einsetzbar ist.
Die Stretchfolien-Kategorie umfasst zwei grundlegend verschiedene Produktlinien: Handstretchfolien (8–23 µm, auf Rollen bis 300 m, für manuelles Wickeln mit Handabroller oder Wickelgerät) und Maschinenstretchfolien (12–23 µm, auf Rollen bis 2.650 m, für Wickelmaschinen mit Vordehnwerk). Die Maschinenfolie erzeugt durch kontrollierte Vordehnung eine gleichmäßigere und materialeffizientere Wicklung als die Handfolie – ab ca. 15–20 Paletten am Tag rechnet sich der Umstieg auf die Maschine.
Beide Produktlinien gibt es in transparent (Standard) und schwarz (Sichtschutz für hochwertige oder vertrauliche Ware). Ergänzt wird das Sortiment durch vorgedehnte Handstretchfolie (bereits im Werk vorgestreckt, weniger Kraftaufwand beim Wickeln), Bündelstretchfolie (schmale Rollen für das Bündeln kleinerer Einheiten) und die zugehörigen Verarbeitungsgeräte.
Schrumpffolien – die geschlossene Hülle für maximalen Schutz
Schrumpffolie funktioniert nach einem anderen Prinzip als Stretchfolie: Sie wird nicht um die Palette gewickelt, sondern über die Palette gestülpt und anschließend mit Hitze (Gasbrenner oder Schrumpftunnel) erhitzt. Unter Wärmeeinwirkung zieht sich die Folie zusammen und legt sich passgenau um die Palettenkontur – eine geschlossene Hülle, die die Ladung von oben und allen vier Seiten schützt.
Der entscheidende Unterschied zur Stretchfolie: Schrumpffolie schließt die Palette auch von oben ab. Stretchfolie wickelt nur seitlich – die Oberseite bleibt offen. Für Paletten, die im Freien stehen (Regen, Schnee), die wochenlang eingelagert werden (Staubschutz) oder die gegen unbefugten Zugriff geschützt sein müssen (Manipulationsschutz – eine geschrumpfte Hülle lässt sich nicht unbemerkt öffnen), ist Schrumpffolie die richtige Wahl.
Im Sortiment: Halbschlauch-Schrumpffolie von der Rolle (4.200 mm breit, 150 µm, für flexible Palettengrößen – der Mitarbeiter schneidet die gewünschte Länge ab) und vorgeformte Schrumpfhauben (fertig zugeschnitten auf Europalettenmaß, kein Messen, kein Schneiden – schneller bei standardisierten Formaten). Zur Verarbeitung führen wir die RIPACK-Schrumpfbrenner in zwei Leistungsstufen (2500 mit 34–60 kW und 3000 mit 45–80 kW) sowie die passenden Gasflaschenwagen.
Luftpolsterfolien – Stoßschutz von der Rolle und on demand
Luftpolsterfolie schützt Ware im Paket gegen Stöße, Vibrationen und Druck. Die luftgefüllten Noppen (Kammern) der Folie wirken als Stoßdämpfer: Bei einem Aufprall komprimieren sich die Noppen, die eingeschlossene Luft federt die Energie ab, und das Produkt bleibt unbeschädigt. Je größer die Noppe und je höher der Polsterweg (Noppenhöhe), desto mehr Stoßenergie kann die Folie aufnehmen.
Zwei Produktlinien decken zwei verschiedene Schutzniveaus ab: Die KN2-Linie (10 mm Noppendurchmesser, 4 mm Noppenhöhe, 42 µm Folienstärke) ist der Standard für den Paketversand – sieben Rollenbreiten von 50 cm bis 1,50 m, für alles von der Smartphone-Hülle bis zur Palettenzwischenlage. Die GN2 Großnoppe (30 mm Durchmesser, 10 mm Höhe, 100 µm) ist für schwere, empfindliche und hochwertige Ware, die mehr Federweg braucht: Maschinenteile, Glasscheiben, Elektronikgeräte, optische Instrumente.
Ergänzend dazu die AIRmove-Luftkissensysteme: Kompakte Maschinen, die direkt am Packplatz aus flacher Folie prall gefüllte Luftkissen produzieren – on demand, in Sekundenschnelle, ohne Lagerhaltung voluminöser Rollen. Die AIRmove (bis 20 Pakete/Tag) und die AIRmove² (bis 500 Pakete/Tag) verarbeiten verschiedene Folientypen: Bubble zum Einwickeln empfindlicher Produkte, Cushion zum Polstern und Fixieren, Void zum Füllen von Hohlräumen im Karton.
Schaumstofffolien – Oberflächenschutz ohne Noppenabdrücke
Schaumstofffolie löst ein Problem, das Luftpolsterfolie verursacht: Marking. Wenn Luftpolsterfolie unter Druck auf einer glatten Oberfläche liegt (Hochglanzlack, polierter Edelstahl, eloxiertes Aluminium), hinterlassen die Noppen runde Abdrücke – sichtbar, oft irreversibel, und ein Reklamationsgrund. Geschlossenzelliger PE-Schaum (1,0 mm, LDPE) hat keine Noppen: Die Kontaktfläche ist vollkommen glatt und homogen. Unter Druck verformt sich die Folie gleichmäßig, kein Punkt drückt stärker als ein anderer.
Schaumstofffolie ist kein Ersatz für Luftpolsterfolie – sie ergänzt sie. Luftpolsterfolie polstert gegen Stöße (4 mm oder 10 mm Federweg). Schaumstofffolie schützt gegen Kratzer und Abdrücke (1 mm Materialstärke, kein Federweg im eigentlichen Sinn). Die typische Kombination bei empfindlicher Industrieware: Schaumstofffolie als innerste Lage (Oberflächenschutz), Luftpolsterfolie als zweite Lage (Stoßdämpfung), Karton als äußere Lage (mechanischer Schutz).
Drei Rollenformate: 100 m x 1,55 m (155 m², für geringen Verbrauch), 500 m x 1,25 m (625 m², für Standardformate) und 500 m x 1,55 m (775 m², für Großformate). Alle chemisch neutral (kein Korrosionsrisiko bei Metall), wasserabweisend (geschlossene Zellen nehmen kein Wasser auf), FCKW-frei geschäumt und 100 % recycelbar.
Abdeckungen – Staubschutz in Sekunden
Abdeckfolien und Abdeckblätter schützen gegen Staub, Schmutz und leichte Feuchtigkeit – nicht durch Wickeln oder Schrumpfen, sondern durch Auflegen. Der einfachste und schnellste Folien-Einsatz überhaupt: Material auf die Palette oder über die Maschine legen, fertig. Keine Dehnung, keine Hitze, kein Werkzeug.
Zwei Produkttypen: Abdeckblätter sind fertig zugeschnittene Einzelblätter auf einer perforierten Rolle – in Europalettenformat, einzeln abreißbar, in zwei Sekunden auf der Palette. In drei Varianten: HDPE transparent (15 µm, günstigste), LDPE transparent aus Regenerat (23 µm, Recyclingmaterial) und LDPE schwarz (40 µm, mit Sichtschutz). Die Abdeckfolie (4 m x 50 m, 150 µm LDPE) ist die robuste Alternative für großflächige Abdeckungen: Maschinen, Böden, Regale, Malerarbeiten – alles, was kein standardisiertes Palettenformat hat.
Abdeckmaterial sichert keine Ladung – es deckt ab. Die Abgrenzung zu Stretchfolie (sichert seitlich, deckt nicht ab) und Schrumpffolie (sichert und deckt ab, braucht aber Hitze) ist klar: Wer nur Staub fernhalten will, braucht Abdeckmaterial, keine Wicklung und keinen Brenner.
BandGo Dehnbänder – Ladungssicherung ohne Folie
Dehnbänder sind der Sonderfall in der Folienkategorie: kein Wickeln, kein Abrollen, kein Verbrauchsmaterial im klassischen Sinn. Ein elastisches Band wird um eine Produktgruppe (Kartons, Kisten, Gebinde) gespannt und hält durch seine Rückstellkraft alles zusammen. Nach dem Entbündeln kann das Band wiederverwendet werden – anders als Stretchfolie, die nach einmaligem Gebrauch entsorgt wird.
Der Einsatz ist dort sinnvoll, wo Stretchfolie überdimensioniert wäre: zwei bis sechs Kartons zusammenhalten, einen Getränkekasten sichern, eine Produktgruppe für den innerbetrieblichen Transport bündeln. Schneller als Wickeln (Band um die Ware spannen, fertig), sauberer als Folie (kein Folienabfall nach dem Entbündeln) und wiederverwendbar.
Wickelgeräte und Schrumpfgeräte – die Werkzeuge für die Folienverarbeitung
Folien brauchen Geräte – vom einfachsten Handabroller bis zum gasbetriebenen Schrumpfbrenner. Im Sortiment finden sich drei Gerätegruppen:
Für Stretchfolie: Der 2-teilige Kunststoff-Handabroller (220 g, für bis zu 15 Paletten/Tag) und das verchromte Metall-Wickelgerät (für 15–30 Paletten/Tag, bessere Folienkontrolle und Ergonomie). Beide nehmen Handstretchfolien mit 50-mm-Kern auf. Für die Maschinenstretchfolie braucht es eine Wickelmaschine mit Vordehnwerk (nicht im Sortiment – aber die Folien dafür).
Für Schrumpffolie: Die RIPACK-Handschrumpfbrenner in zwei Modellen. Das RIPACK 2500 (34–60 kW, für Standard-Schrumpfarbeiten) und das RIPACK 3000 (45–80 kW, für dicke Folien und große Paletten). Beide mit patentierter Kaltdüse (Brennerkopf bleibt kühl) und Securipack-Sicherheitssystem (automatische Gasabschaltung bei Störung). Dazu zwei Gasflaschenwagen-Modelle (kompakt und großformatig) und eine ergonomische Armstütze für das RIPACK 3000.
Für Luftkissen: Die AIRmove-Luftkissenmaschinen, die Polsterfolie direkt am Packplatz zu befüllten Kissen verarbeiten. Die AIRmove für den kleinen Bedarf (bis 20 Pakete/Tag, 3,5 m/min) und die AIRmove² für mittleren Bedarf (bis 500 Pakete/Tag, 10 m/min). Kompakt, strombetrieben (keine Druckluft), sofort einsatzbereit.
Welche Folie für welche Branche?
Die Wahl der richtigen Folie hängt weniger von der Branche als von der Aufgabe ab – aber bestimmte Branchen haben typische Anforderungsprofile, die immer wieder zu denselben Folienkombinationen führen:
E-Commerce und Versandhandel
Kernbedarf: Luftpolsterfolie (KN2 in 50 cm oder 60 cm Breite) zum Einwickeln einzelner Produkte, Abdeckblätter zum Staubschutz auf Versandpaletten, ggf. AIRmove²-System für höhere Volumina. Stretchfolie für die Palettensicherung der ausgehenden Sammelpaletten. Die Schaumstofffolie kommt ins Spiel, wenn hochwertige Elektronik oder Kosmetik mit empfindlichen Oberflächen versandt wird.
Industrie und Maschinenbau
Kernbedarf: Maschinenstretchfolie (17–23 µm) für schwere Industriepaletten, Schrumpffolie oder Schrumpfhauben für Langzeitlagerung und Witterungsschutz, Schaumstofffolie für den Oberflächenschutz polierter oder lackierter Bauteile. Luftpolsterfolie GN2 Großnoppe für schwere Einzelteile im Kartonversand. Schwarze Stretchfolie oder schwarze Abdeckblätter, wenn der Paletteninhalt nicht sichtbar sein soll.
Möbel, Küchen, Glas
Kernbedarf: Schaumstofffolie (1,25 m oder 1,55 m Breite) als innerste Schutzlage auf Hochglanz- und Holzoberflächen, Luftpolsterfolie als Polster um die Schaumschicht, Stretchfolie für die Palettensicherung. Bei Glasversand zusätzlich GN2 Großnoppe für maximalen Stoßschutz. Abdeckfolie für die Lagerabdeckung fertiger Küchen und Möbelteile.
Lebensmittel und Getränke
Kernbedarf: Handstretchfolie (BfR-konform, silikonfrei) für Getränkepaletten, Luftpolsterfolie (ebenfalls BfR-konform) für den Flaschenversand, Abdeckblätter gegen Staub auf Lebensmittelpaletten. Die BfR-Konformität (Bundesinstitut für Risikobewertung) stellt sicher, dass das Folienmaterial im direkten Lebensmittelkontakt unbedenklich ist – ein Punkt, den nicht alle Folien erfüllen, unsere Luftpolsterfolien aber schon.
Automotive und Zulieferer
Kernbedarf: Silikonfreie Folien (Stretchfolie, Luftpolsterfolie), weil Silikonkontamination Lackierfehler verursacht. Schaumstofffolie für den Transport lackierter oder zu lackierender Teile. Schwarze Stretchfolie für Sichtschutz auf Zulieferer-Paletten (vertragliche Vertraulichkeit). Schrumpffolie für Langzeittransport und Seetransport.
Folienstärke, Material, Format: Die drei Auswahlkriterien
Folienstärke (µm)
Die Folienstärke bestimmt die Festigkeit pro Lage. Bei Stretchfolie reicht das Spektrum von 8 µm (vorgedehnt, leichte Paletten) bis 23 µm (schwere Paletten, scharfe Kanten). Dünnere Folie spart Material, braucht aber entweder mehr Wickellagen oder eine präzisere Maschineneinstellung. Dickere Folie gibt mehr Sicherheit pro Wicklung, verbraucht aber mehr Kunststoff. Die richtige Stärke ist immer ein Kompromiss zwischen Schutz und Materialverbrauch – und hängt vom Palettengewicht, der Oberflächenbeschaffenheit der Ladung und dem Transportweg ab.
Bei Schrumpffolie liegt die Stärke bei 125–150 µm – zehnmal dicker als Stretchfolie, weil Schrumpffolie als steife Hülle funktioniert, nicht als gespannte Wicklung. Bei Abdeckfolie 15–150 µm, je nach Belastung: 15 µm HDPE-Abdeckblätter für reinen Staubschutz, 150 µm LDPE-Abdeckfolie für mechanisch belastete Abdeckungen.
Material: LDPE, LLDPE, HDPE
Alle Folien im Sortiment bestehen aus Polyethylen (PE) – aber in verschiedenen Varianten, die sich in ihren mechanischen Eigenschaften unterscheiden:
LLDPE (lineares Polyethylen niedriger Dichte) ist das Standardmaterial für Stretchfolien. Die linearen Molekülketten ermöglichen eine gleichmäßige, kontrollierte Dehnung – ideal für Wickelmaschinen mit Vordehnwerk, die die Folie reproduzierbar strecken.
LDPE (Polyethylen niedriger Dichte) ist weicher und flexibler als LLDPE. Es wird für Schrumpffolien, Abdeckfolien, Schaumstofffolien und Luftpolsterfolien eingesetzt – überall dort, wo die Folie nicht gedehnt, sondern geformt, geschrumpft oder als Polster verwendet wird.
HDPE (Polyethylen hoher Dichte) ist steifer und dünner bei gleicher Reißfestigkeit. Es kommt bei den dünnsten Abdeckblättern zum Einsatz (15 µm HDPE statt 23 µm LDPE) – weniger Material, gleiche Schutzwirkung gegen Staub.
Für die Anwendung heißt das: Man muss die Materialunterschiede nicht kennen, um die richtige Folie zu wählen. Die Materialwahl ist bereits im Produkt entschieden – jede Folie besteht aus dem PE-Typ, der für ihren Einsatzzweck optimal ist.
Format: Breite, Lauflänge, Konfektionierung
Die Formatwahl ist der stärkste Hebel für Wirtschaftlichkeit und Verschnittvermeidung. Eine Luftpolsterfolie in 1,50 m Breite, von der regelmäßig 50-cm-Stücke abgerissen werden, verschwendet zwei Drittel des Materials. Eine 50-cm-Rolle für denselben Einsatz erzeugt keinen Verschnitt. Umgekehrt: Wer 1,20-m-Bahnen braucht und nur 60-cm-Rollen hat, muss zwei Bahnen überlappen und verbraucht doppelt.
Die Faustregel: Rollenbreite so nah wie möglich an der benötigten Breite wählen. Die Lauflänge so wählen, dass der Rollenwechsel zum Arbeitsrhythmus passt – bei 20 Paletten am Tag reicht eine kürzere Rolle, bei 100 eine lange. Die Konfektionierung (Endlosrolle, perforierte Blätter, Foliensets für Maschinen) bestimmt, wie die Folie verarbeitet wird – manuell abreißen, maschinell abwickeln oder in einer Luftkissenmaschine befüllen.
Nachhaltigkeit: Weniger Material ist der stärkste Hebel
Alle Folien im Sortiment bestehen aus sortenreinem PE und sind nach Gebrauch recycelbar. Einzelne Produkte gehen weiter: Die Cushion-R-Folie des AIRmove²-Systems und die Regenerat-Abdeckblätter bestehen selbst aus Recyclingmaterial und sparen in der Produktion ca. 30 % CO₂ gegenüber Neuware.
Aber der wirksamste Nachhaltigkeitshebel ist nicht das Recycling – es ist die Materialreduktion. Drei konkrete Stellschrauben:
Dünnere Folie. Der Wechsel von 20 µm auf 12 µm Maschinenstretchfolie spart ca. 40 % Kunststoff pro Palette. Bei einem Betrieb mit 30 Paletten am Tag und 250 Arbeitstagen summiert sich das auf fast eine halbe Tonne eingespartes PE pro Jahr.
Maschinelle Vordehnung. Eine Wickelmaschine dehnt Stretchfolie kontrolliert und gleichmäßig – das erzeugt mehr Rückhaltekraft pro Meter Folie als manuelles Dehnen. Viele Betriebe, die von Hand- auf Maschinenwicklung umstellen, können gleichzeitig auf dünnere Folie wechseln, ohne an Ladungssicherheit zu verlieren.
Richtige Formatwahl. Die richtige Rollenbreite eliminiert Verschnitt. Sieben Breiten bei Luftpolsterfolie, drei bei Schaumstofffolie, verschiedene Lauflängen bei Maschinenstretchfolie – das Sortiment ist so aufgebaut, dass für jede Anwendung ein Format existiert, das keinen Verschnitt erzeugt.
Für welches Volumen welches System?
Die Kosten pro Palette oder pro Paket sinken mit der Systematisierung: Wer von Hand wickelt, verbraucht mehr Folie und mehr Zeit als eine Maschine. Wer Polstermaterial aus fertigen Rollen schneidet, verschneidet mehr als ein Luftkissensystem, das exakte Mengen produziert. Die richtige Systemstufe hängt vom täglichen Volumen ab:
| Ihr tägliches Volumen | Empfohlenes System |
|---|---|
| 1–15 Paletten/Tag, von Hand wickeln | Handstretchfolie + Handabroller oder Wickelgerät |
| 15–30+ Paletten/Tag, maschinell wickeln | Maschinenstretchfolie + Wickelmaschine |
| Paletten schrumpfen, bis ca. 30/Tag | Schrumpffolie oder Schrumpfhauben + RIPACK 2500 oder 3000 |
| Pakete polstern, bis 20/Tag | Luftpolsterfolie von der Rolle oder AIRmove |
| Pakete polstern, bis 500/Tag | AIRmove² mit Bubble/Cushion/Void-Foliensets |
Zwischen den Stufen gibt es keine harten Grenzen – die Zahlen sind Richtwerte, die auf dem Punkt basieren, ab dem die nächste Stufe wirtschaftlicher wird. Ein Betrieb, der 18 Paletten am Tag von Hand wickelt, kann das weiterhin tun – aber ab diesem Volumen spart die Wickelmaschine genug Zeit und Material, um sich innerhalb weniger Monate zu amortisieren.









