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Zwei Gerätegruppen, zehn Produkte

Gerätegruppe Produkte Verarbeitet
Wickelgeräte für Stretchfolie Handabroller (Kunststoff, 2-teilig), Wickelgerät (Metall verchromt) Handstretchfolie mit 50-mm-Kern
Schrumpfgeräte RIPACK 2500, RIPACK 3000, RIPACK 3000+ PE-Schrumpffolie und Schrumpfhauben
Schrumpf-Zubehör Gasflaschenwagen Modell 936, Modell 932, Unterarm-Armstütze

Wickelgeräte für Stretchfolie: Vom Einstieg bis zum Dauereinsatz

Handstretchfolie lässt sich theoretisch ohne Gerät verarbeiten – Rolle in die Hand nehmen, um die Palette gehen, Folie dehnen. Praktisch funktioniert das für fünf Paletten. Danach meldet sich das Handgelenk, die Foliendehnung schwankt, und die Wickelqualität leidet. Ein Wickelgerät entkoppelt die Rollendrehung vom Handgelenk und gibt dem Mitarbeiter die Kontrolle über die Foliendehnung zurück.

Handabroller (Kunststoff, 2-teilig, 220 g)

Das Einstiegsgerät: Zwei Kunststoffteile, die in den 50-mm-Kern der Handstretchfolie gesteckt werden. Die Rolle dreht frei auf dem Dorn, das Handgelenk wird von der Rotationskraft entlastet. 220 g Eigengewicht – leicht genug für stundenlanges einhändiges Wickeln. Rollenwechsel in unter zehn Sekunden (Stecksystem, kein Werkzeug).

Empfohlen für: 1–15 Paletten am Tag, gelegentliches Wickeln, mobile Einsätze, Betriebe mit kleinem Folienverbrauch. Für wenige Euro pro Gerät die günstigste Verbesserung gegenüber dem Wickeln ohne Gerät.

Wickelgerät (Metall verchromt, 50-mm-Kern)

Das Dauereinsatz-Gerät: Verchromte Metallkonstruktion mit stabiler Rollenaufnahme und kontrollierbarem Abrollwiderstand. Schwerer als der Kunststoffabroller, aber diese Masse ist gewollt: Sie stabilisiert die Rolle, reduziert Vibration beim schnellen Wickeln und ermöglicht eine straffere, gleichmäßigere Foliendehnung. Die Folienbremse erzeugt einen definierten Widerstand – die Folie wird nicht nur geführt, sondern kontrolliert gedehnt.

Empfohlen für: 15–30 Paletten am Tag, täglicher Dauereinsatz, Betriebe, die gleichmäßige Wickelqualität als Standard definiert haben. Die Investition von ca. 25 € amortisiert sich durch bessere Wickelqualität (weniger Transportschäden, weniger Nachwickeln) und bessere Ergonomie (weniger Handgelenkbelastung über die Schicht).

Wann reicht das Wickelgerät nicht mehr?

Ab ca. 30 Paletten am Tag verschiebt sich die Wirtschaftlichkeit zugunsten einer Wickelmaschine mit Maschinenstretchfolie. Die Maschine wickelt schneller (30–60 Sekunden statt 1–3 Minuten), gleichmäßiger (programmierte Parameter statt manuelle Schwankung) und materialeffizienter (kontrollierte Vordehnung nutzt die Folie besser). Die Wickelmaschine selbst ist nicht im Shop-Sortiment – die Maschinenstretchfolien dafür schon.

Schrumpfgeräte: RIPACK-Schrumpfbrenner für Paletten-Schrumpffolie

Schrumpffolie wird nicht gewickelt, sondern über die Palette gestülpt und mit Hitze geschrumpft. Dafür braucht es einen Schrumpfbrenner – ein gasbetriebenes Handgerät, das eine breite, flächige Flamme erzeugt und die Folie gleichmäßig erhitzt, bis sie sich zusammenzieht. Die RIPACK-Schrumpfbrenner sind der Industriestandard für manuelles Palettenschrumpfen.

RIPACK 2500 (34–60 kW)

Das Standardmodell: Regelbare Heizleistung von 34 bis 60 kW, patentierte Kaltdüse (Brennerkopf bleibt kühl – weniger Verbrennungsrisiko, weniger Folienlöcher bei versehentlichem Kontakt), Securipack-Druckregler (automatische Gasabschaltung bei Druckschwankungen oder Schlauchschäden). Propangas-betrieben, kein Stromanschluss nötig, unter 85 dB(A).

Empfohlen für: Bis ca. 20–30 Paletten am Tag, Standard-Schrumpffolien bis 150 µm, Europaletten mit normaler Beladungshöhe. Für den Großteil aller manuellen Schrumpfanwendungen das richtige Gerät.

RIPACK 3000 (45–80 kW)

Das Leistungsmodell: 33 % mehr Maximalleistung als das 2500, drehbarer Gasanschluss (kein Schlauchwirren bei vielen Paletten), Dual-Material-Griff (weniger Handermüdung bei Dauereinsatz), optionale Verlängerungsstangen (für Paletten über 1,80 m Gesamthöhe). Dieselbe Kaltdüse und dasselbe Securipack-System wie beim 2500.

Empfohlen für: Ab ca. 20 Paletten am Tag, dicke Schrumpffolien (150 µm+), große Paletten, hoher Tagesdurchsatz. Die zusätzliche Leistung verkürzt die Schrumpfzeit pro Palette und macht Nacharbeiten (Stellen, die bei 60 kW nicht vollständig geschrumpft sind) weitgehend überflüssig.

RIPACK 2500 vs. RIPACK 3000: Die Entscheidung

Eigenschaft RIPACK 2500 RIPACK 3000
Heizleistung 34–60 kW 45–80 kW
Kaltdüse Ja Ja
Securipack Ja Ja
Gasanschluss Fest Drehbar
Griff Ergonomisch Dual-Material (Dauereinsatz)
Verlängerungsstangen Optional
Empfohlen für Standard, bis 20–30 Paletten/Tag Hochdurchsatz, dicke Folien, große Paletten

Die Sicherheits-Grundausstattung (Kaltdüse, Securipack) ist identisch. Der Unterschied liegt in Leistung und Komfort: Wer mehr als 20 Paletten am Tag schrumpft, dicke Folien verarbeitet oder hohe Paletten hat, profitiert vom 3000. Für alles darunter reicht das 2500.

Schrumpf-Zubehör: Gasflaschenwagen und Armstütze

Schrumpfbrenner brauchen eine Propangasflasche – und die steht nicht immer dort, wo die nächste Palette wartet. Das Zubehör-Sortiment löst die drei häufigsten Probleme beim Schrumpfen: Mobilität, Kippsicherheit und Ergonomie.

Gasflaschenwagen Modell 936 (kompakt)

Der kompakte Mobile: 49 x 48 cm Grundfläche, 189 cm Bauhöhe, für Gasflaschen bis 40 kg. Schmal genug, um zwischen Palettenreihen zu manövrieren, leicht genug, um von einem Einsatzort zum nächsten geschoben zu werden. Empfohlen für enge Gänge, häufiges Umsetzen und Betriebe mit wenig Stellfläche.

Gasflaschenwagen Modell 932 (großformatig)

Die stabile Arbeitsstation: 101 x 72 cm Grundfläche, 210 cm Bauhöhe, für Gasflaschen bis 30 kg. Maximale Standfestigkeit durch breite Grundfläche – kippsicher auch auf unebenen Böden und bei Gabelstapler-Kontakt. Empfohlen für offene Hallenflächen, raue Böden, hohe Paletten und Umgebungen mit Fahrzeugverkehr.

Unterarm-Armstütze (nur für RIPACK 3000)

Ergonomie-Nachrüstung für den Dauereinsatz: Die Stütze wird am RIPACK 3000 montiert und bildet eine Auflagefläche für den Unterarm. Verlagert einen Teil des Gerätegewichts vom Handgelenk auf den Unterarm. Antirutsch-Silikonauflage, kompakt genug, um die Geräteführung nicht einzuschränken. Empfohlen ab ca. 20–25 Paletten am Tag, wenn die Handgelenkbelastung zum Thema wird. Nicht kompatibel mit dem RIPACK 2500.

Welches Gerät für welches Volumen?

Ihr tägliches Volumen Empfohlenes Gerät Verbrauchsmaterial
1–15 Paletten/Tag, Hand-Stretchen Handabroller (Kunststoff) Handstretchfolie
15–30 Paletten/Tag, Hand-Stretchen Wickelgerät (Metall verchromt) Handstretchfolie
30+ Paletten/Tag, maschinell Stretchen Wickelmaschine (nicht im Shop) Maschinenstretchfolie (im Shop)
Bis 20–30 Paletten/Tag, Schrumpfen RIPACK 2500 + Gasflaschenwagen Schrumpffolie oder Schrumpfhauben
20+ Paletten/Tag, Schrumpfen, dicke Folien RIPACK 3000 + Gasflaschenwagen + ggf. Armstütze Schrumpffolie oder Schrumpfhauben

Stretchen oder Schrumpfen? Die Grundsatzentscheidung

Wickelgeräte und Schrumpfgeräte stehen in derselben Kategorie, weil beides Werkzeuge für die Palettensicherung sind – aber die Methoden und die Ergebnisse unterscheiden sich fundamental:

Kriterium Stretchen (Wickelgeräte) Schrumpfen (RIPACK)
Prinzip Folie um die Palette wickeln (Dehnung) Folie über die Palette stülpen, mit Hitze schrumpfen
Abdeckung Seitlich (Oberseite offen) Komplett (Oberseite + Seiten)
Staubschutz oben Nein (ggf. mit Abdeckblatt) Ja (geschlossene Hülle)
Manipulationsschutz Gering (Folie lässt sich abwickeln) Hoch (geschrumpfte Hülle nicht unbemerkt zu öffnen)
Gerätekosten 3–25 € (Handabroller/Wickelgerät) 790–1.070 € (RIPACK + Zubehör)
Verbrauchsmaterial Stretchfolie (günstig pro Palette) Schrumpffolie + Propangas (teurer pro Palette)
Zeitaufwand pro Palette 1–3 Min (Hand) / 30–60 Sek (Maschine) 2–4 Min (Schrumpfen)
Typischer Einsatz 80–90 % aller Palettenversendungen Wetterschutz, Manipulationsschutz, Langzeitlagerung

Für den Großteil aller innerdeutschen und innereuropäischen Palettenversendungen ist Stretchen die richtige Methode: schneller, günstiger, für die meisten Paletten ausreichend. Schrumpfen kommt dort zum Einsatz, wo Stretchen nicht genug Schutz bietet: Paletten, die von oben gegen Regen geschützt sein müssen, die gegen Manipulation gesichert werden sollen oder die wochen- bis monatelang eingelagert werden.

Die patentierte Kaltdüse: Warum RIPACK-Brenner sicherer arbeiten als konventionelle Schrumpfbrenner

Beide RIPACK-Modelle (2500 und 3000) verwenden eine patentierte Düsenkonstruktion, bei der der Brennerkopf auch bei Dauerbetrieb kühl bleibt. Die Hitze entsteht im Gasstrom und wird auf die Folie gerichtet – nicht auf das Gehäuse. Zwei Praxis-Vorteile:

Weniger Verbrennungsrisiko. Wenn der Mitarbeiter das Gerät kurz absetzt, um die Folie zu richten oder die Palette zu drehen, kann er den Brennerkopf berühren, ohne sich zu verbrennen. Bei konventionellen Brennern ist der gesamte Kopf heiß – jede Berührung ist eine Verbrennung.

Weniger Folienschäden. Ein heißer Brennerkopf, der versehentlich die Folie berührt, schmilzt ein Loch hinein. Ein kühler Brennerkopf nicht. Bei der Arbeit nah an der Palettenoberfläche – Ecken, Fuß, Kanten – reduziert das die Ausschussquote spürbar.

Securipack: Das Sicherheitssystem, das die Gaszufuhr überwacht

Beide RIPACK-Modelle überwachen permanent den Gasdruck im Schlauch und im Gerät. Bei Druckschwankungen (undichte Verbindung), Schlauchschäden (Riss, Knick) oder abnormalem Druckabfall schaltet das System die Gaszufuhr automatisch ab. Kein manuelles Eingreifen nötig – die Gasversorgung wird unterbrochen, bevor ein unkontrolliertes Leck entsteht.

Für die Gefährdungsbeurteilung im Betrieb ist dieses integrierte Sicherheitssystem ein dokumentierbarer Punkt: automatische Gasabschaltung, patentierte Kaltdüse, Betriebslautstärke unter 85 dB(A) (keine Gehörschutzpflicht nach LärmVibrationsArbSchV).

Die komplette Schrumpflösung: Drei Produkte, ein System

Für das manuelle Palettenschrumpfen braucht es drei Komponenten: Schrumpffolie, Schrumpfgerät und Gastransport. Alle drei finden sich im Sortiment:

Halbschlauch-Schrumpffolie (4.200 mm x 100 m, 150 µm) oder vorgeformte Schrumpfhauben (1.250/850 x 1.600 mm, 125 µm) – die Folie, die um die Palette kommt.

RIPACK 2500 oder 3000 – das Schrumpfgerät, das die Folie erhitzt.

Gasflaschenwagen Modell 936 oder 932 – der mobile Wagen, der Gasflasche und Gerät zusammenhält und zum Einsatzort fährt.

Zusammen ergibt das eine vollständige, mobile Schrumpflösung ohne feste Infrastruktur – einsetzbar überall, wo eine Palette steht und eine Steckdose nicht nötig ist (Propangas, kein Strom).

Wickelgerät vs. Wickelmaschine: Wo liegt die Grenze?

Die Handwickelgeräte im Sortiment (Kunststoff-Handabroller und Metall-Wickelgerät) decken den Bereich bis ca. 30 Paletten am Tag ab. Darüber wird die manuelle Wicklung zum Engpass: Ein Mitarbeiter braucht 1–3 Minuten pro Palette, bei 50 Paletten sind das 50–150 Minuten reine Wickelzeit – über zwei Stunden pro Tag, in denen der Mitarbeiter nichts anderes tun kann.

Eine Wickelmaschine (Drehteller-, Dreharm- oder Orbitalwickler) wickelt in 30–60 Sekunden pro Palette, kontrollierter, gleichmäßiger und materialeffizienter. Die Wickelmaschine selbst ist nicht im Shop-Sortiment – aber alle Maschinenstretchfolien dafür (GS-P12 bis GS-P23, 12–23 µm, sechs Varianten plus Schwarz). Wer eine Wickelmaschine hat oder anschafft, findet die passende Folie im Stretchfolien-Sortiment.

Technische Daten (Übersicht aller Geräte)

Gerät Typ Hauptmerkmal Empfohlen für
Handabroller (Kunststoff) Stretchfolie 220 g, 2-teilig, 50-mm-Kern 1–15 Paletten/Tag
Wickelgerät (Metall) Stretchfolie Verchromt, Abrollwiderstand, 50-mm-Kern 15–30 Paletten/Tag
RIPACK 2500 Schrumpffolie 34–60 kW, Kaltdüse, Securipack Bis 20–30 Paletten/Tag
RIPACK 3000 Schrumpffolie 45–80 kW, drehbar, Dual-Griff Ab 20 Paletten/Tag
Gasflaschenwagen 936 Zubehör Kompakt, bis 40 kg, 189 cm Enge Gänge, häufiges Umsetzen
Gasflaschenwagen 932 Zubehör Großformat, bis 30 kg, 210 cm Offene Hallen, maximale Standfestigkeit
Armstütze RIPACK 3000 Zubehör Antirutsch-Silikon, nachrüstbar Ab 20–25 Paletten/Tag