
Schlauchfolien – passgenaue Beutel direkt von der Rolle
Sechs Breiten von 100 mm bis 400 mm, alle 100 µm, alle 250 m pro Rolle, alle transparent. Schlauchfolie wird am Packplatz auf die gewünschte Länge abgeschnitten und verschweißt – ein maßgeschneiderter Beutel, der exakt um das Produkt passt. Keine Lagerhaltung von Dutzenden Beutelgrößen, kein Verschnitt durch Standardformate, kein Leerraum im Beutel.

Schlauchfolie 200 mm x 250 m, 100 my transparent

Schlauchfolie 300 mm x 250 m, 100 my transparent

Schlauchfolie 250 mm x 250 m, 100 my transparent

Schlauchfolie 400 mm x 250 m, 100 my transparent
Eine Rolle, hunderte Beutelgrößen
Das Prinzip Schlauchfolie ist einfach: Ein flach zusammengelegter PE-Schlauch auf einer Rolle. Im Querschnitt ringförmig geschlossen – links und rechts bereits zu. Oben und unten offen. Am Packplatz wird der Schlauch auf die gewünschte Länge abgerollt, abgeschnitten und an einem oder beiden Enden verschweißt. Das Ergebnis: Ein Beutel, der exakt so lang ist wie das Produkt. Keine Überlänge, kein Leerraum, kein „nächstgrößerer Standardbeutel, der 5 cm zu lang ist".
Wer 50 verschiedene Produktlängen verpackt, braucht mit Fertigbeuteln 50 verschiedene Beutelgrößen – oder kompromittiert und nimmt für kleinere Produkte den nächstgrößeren Beutel (Materialverschwendung, Leerraum, unprofessionelle Optik). Mit Schlauchfolie braucht derselbe Betrieb eine einzige Rollenbreite und schneidet jeden Beutel passgenau auf die Produktlänge zu. 50 Produktlängen, eine Rolle.
Sechs Breiten – für Produkte von der Leiterplatte bis zum Maschinengehäuse
| Breite (flach) | Aufgefaltet (Umfang) | Passt für Produkte bis ca. | Typische Anwendung |
|---|---|---|---|
| 100 mm | 200 mm Umfang | Ca. 60 x 40 mm Querschnitt | Kleinteile, Schraubensets, Elektronikbauteile, Steckverbinder |
| 150 mm | 300 mm Umfang | Ca. 100 x 50 mm | Leiterplatten, Werkzeuge, Beschläge, Zubehörteile |
| 200 mm | 400 mm Umfang | Ca. 130 x 70 mm | Bücher, Ersatzteile, verpackte Lebensmittel, Kosmetik |
| 250 mm | 500 mm Umfang | Ca. 170 x 80 mm | Textilien, Schuhkartons, Gehäuse, mittelgroße Teile |
| 300 mm | 600 mm Umfang | Ca. 200 x 100 mm | Größere Bauteile, Kataloge, gerollte Poster, Rohrabschnitte |
| 400 mm | 800 mm Umfang | Ca. 270 x 130 mm | Große Bauteile, Maschinenkomponenten, Profilware |
Die Breitenangabe (100–400 mm) bezieht sich auf die flachliegende Folie auf der Rolle. Aufgefaltet ergibt sich der doppelte Umfang – die nutzbare Innenfläche, in die das Produkt geschoben wird. Die Faustformel für die richtige Breite: Produktbreite + Produkthöhe + 10–20 mm Zuschlag = benötigte Folienbreite (flach). Ein Produkt mit 120 mm Breite und 60 mm Höhe braucht also ca. 190–200 mm Folienbreite – die 200-mm-Rolle passt.
100 µm: Die richtige Stärke für den Allround-Einsatz
Alle sechs Rollenbreiten haben 100 µm Folienstärke. Das ist kein Zufall, sondern die Stärke, die den breitesten Einsatzbereich abdeckt: dick genug für Metallteile mit moderaten Kanten, Maschinenkomponenten, Werkzeuge und schwerere Produkte. Und gleichzeitig flexibel genug, um sich eng um das Produkt zu legen und sauber verschweißt zu werden.
Zum Vergleich: Dünne Schlauchfolien (25–50 µm) reichen für leichte Textilien und Papierwaren, sind aber für Metallteile und Elektronik zu empfindlich. Dicke Schlauchfolien (150–250 µm) bieten maximale Durchstoßfestigkeit für scharfkantige Schwerlast, sind aber steifer und aufwändiger zu verschweißen. 100 µm ist der Mittelwert, der für die meisten industriellen Verpackungsaufgaben funktioniert – von Ersatzteilen über Elektronikgehäuse bis zu verpackten Lebensmitteln.
Wenn Ihr Einsatzzweck eine andere Folienstärke erfordert (dünner für leichte Ware, dicker für Scharfkanten), sprechen Sie uns an – Sonderstärken sind auf Anfrage möglich.
Wie Schlauchfolie verarbeitet wird
Schlauchfolie braucht ein Schweißgerät – anders als Stretchfolie oder Luftpolsterfolie, die von Hand abgerissen und verwendet werden, muss der Schlauch an mindestens einem Ende verschweißt werden, um einen geschlossenen Beutel zu bilden. Drei Verarbeitungsstufen:
Manuell mit Impulsschweißgerät
Schlauchfolie abrollen, auf die gewünschte Länge abschneiden (Schere, Cutter oder Heißdraht), Produkt einlegen, offenes Ende mit dem Impulsschweißgerät verschließen. Geeignet für kleine Stückzahlen (bis ca. 50 Beutel am Tag). Einfache Impulsschweißgeräte sind ab wenigen hundert Euro erhältlich und brauchen keine Aufwärmzeit – Folie einlegen, Hebel drücken, Naht fertig.
Halbautomatisch mit Trennschweißgerät
Das Trennschweißgerät verschweißt und trennt in einem Arbeitsgang: Die Unterseite des nächsten Beutels wird verschweißt, gleichzeitig wird der fertige Beutel abgetrennt. Ein Handgriff statt zwei (Schneiden + Schweißen). Geeignet für mittlere Stückzahlen (50–500 Beutel am Tag), deutlich schneller als manuelles Schneiden und separates Schweißen.
Vollautomatisch mit Schlauchbeutelmaschine
Die Maschine zieht die Folie automatisch ab, misst die Produktlänge (oder arbeitet mit vorprogrammierten Maßen), verschweißt und trennt. Für Hochvolumen-Betriebe (500+ Beutel am Tag), in denen die manuelle Verarbeitung zum Engpass wird. Die Folie wird direkt in die Maschine eingelegt – der Mitarbeiter legt nur noch das Produkt ein.
Was Schlauchfolie gegenüber Fertigbeuteln und Einschlagfolie besser kann
| Verpackungstyp | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| Schlauchfolie (dieses Sortiment) | Passgenaue Länge, wenige Rollen statt viele Beutelgrößen, minimaler Leerraum | Schweißgerät nötig |
| Fertigbeutel (Standardgrößen) | Sofort einsatzbereit, kein Gerät nötig | Viele Größen bevorraten, Leerraum bei nicht passender Größe |
| Einschlagfolie (flache Rolle) | Flexibel, kein festes Format | Drei Schweißnähte statt einer, aufwändiger, mehr Fehlstellen |
Schlauchfolie ist der Mittelweg: flexibler als Fertigbeutel (jede Länge möglich), effizienter als Einschlagfolie (nur eine Schweißnaht statt drei). Der Nachteil – ein Schweißgerät – relativiert sich schnell: Ab ca. 20–30 Beuteln am Tag spart die Schlauchfolie gegenüber Fertigbeuteln so viel Material und Lagerplatz, dass sich das einfachste Impulsschweißgerät innerhalb weniger Wochen amortisiert.
250 m pro Rolle: Wie viele Beutel pro Rolle?
Die Beutelanzahl hängt von der Beutellänge ab – und die bestimmt das Produkt:
| Beutellänge | Beutel pro Rolle (250 m) | Typisches Produkt |
|---|---|---|
| 100 mm | 2.500 | Kleinteile, Schraubensets |
| 200 mm | 1.250 | Leiterplatten, Beschläge |
| 300 mm | 833 | Bücher, Ersatzteile |
| 500 mm | 500 | Textilien, Gehäuse |
| 1.000 mm | 250 | Lange Teile, Profile |
Eine Rolle reicht bei kurzen Beuteln (Kleinteile) für tausende Verpackungsvorgänge, bei langen Beuteln (Profilware, Maschinenteile) für einige hundert. Bei einem typischen Mischbetrieb mit durchschnittlich 300 mm Beutellänge und 50 Beuteln am Tag hält eine Rolle über drei Wochen.
Wann Schlauchfolie die richtige Wahl ist
Viele verschiedene Produktlängen, wenige Breiten
Betriebe, die hunderte verschiedene Artikel in unterschiedlichen Längen verpacken, aber nur wenige verschiedene Querschnitte haben. Drei bis vier Rollenbreiten decken das gesamte Produktspektrum ab – die Länge wird am Packplatz für jedes Produkt individuell bestimmt.
Geschlossener Produktschutz gegen Feuchtigkeit und Staub
Die verschweißte Schlauchfolie bildet eine hermetisch geschlossene Hülle – kein offenes Ende, keine Lücke. Feuchtigkeit, Staub und Schmutz haben keinen Zugang. Für Metallteile (Korrosionsschutz), Elektronik (Staubschutz), Textilien (Feuchtigkeitsschutz bei Seetransport) und Ersatzteile (Langzeitlagerung) ist der verschweißte Beutel eine zuverlässige Schutzverpackung.
Leerraumminimierung im Versandkarton
Ein Produkt im passgenauen Schlauchfolienbeutel braucht weniger Füllmaterial im Karton als ein Produkt im überdimensionierten Standardbeutel. Weniger Leerraum = kleinerer Karton möglich = geringeres Volumengewicht = niedrigere Versandkosten bei Paketdiensten, die nach Volumengewicht abrechnen.
Reduzierte Lagerhaltung von Verpackungsmaterial
Sechs Rollenbreiten Schlauchfolie ersetzen hunderte Beutelformate. Der Lagerplatz für Verpackungsmaterial schrumpft von mehreren Regalmetern auf einen halben. Die Bestellplanung vereinfacht sich: Statt jede Beutelgröße einzeln nachzubestellen, werden wenige Rollenbreiten bevorratet. Kein Risiko, dass eine selten gebrauchte Beutelgröße gerade nicht vorrätig ist.
Die richtige Breite berechnen
Die Breite der Schlauchfolie (flachliegend gemessen) muss groß genug sein, um das Produkt aufzunehmen. Die Faustformel:
Folienbreite (flach) = Produktbreite + Produkthöhe + 10–20 mm Zuschlag
Beispiel 1: Ein Buch (220 x 150 x 30 mm). Folienbreite = 150 + 30 + 20 = 200 mm → die 200-mm-Rolle passt.
Beispiel 2: Ein Elektronikgehäuse (180 x 120 x 60 mm). Folienbreite = 180 + 60 + 20 = 260 mm → die 300-mm-Rolle (nächste verfügbare Breite über 260 mm).
Beispiel 3: Eine Leiterplatte (100 x 80 x 15 mm). Folienbreite = 100 + 15 + 15 = 130 mm → die 150-mm-Rolle passt.
Bei flachen Produkten (Höhe unter 20 mm) reicht oft die nächstkleinere Breite, weil der Zuschlag weniger Spielraum braucht. Bei voluminösen Produkten mit quadratischem Querschnitt kann ein Seitenfaltenschlauch sinnvoll sein – auf Anfrage.
Sonderausstattungen auf Anfrage
Die sechs Standardrollen im Shop sind transparent, 100 µm, LDPE – die Konfiguration, die den breitesten Einsatzbereich abdeckt. Für spezielle Anforderungen sind auf Anfrage weitere Varianten möglich:
VCI-Ausstattung (Korrosionsschutz): Die Folie gibt Schutzmoleküle ab, die Metalloberflächen vor Korrosion bewahren – ohne Einölen, ohne Trockenmittel. Für Maschinenbau, Automotive, Metallverarbeitung.
Antistatisch (ESD): Für elektronische Bauteile und Baugruppen, die durch elektrostatische Entladung beschädigt werden können.
UV-stabilisiert: Für Produkte, die in Schlauchfolie verpackt im Freien oder unter starker Beleuchtung gelagert werden.
Lebensmittelkonform: Nach EU-Verordnung Nr. 10/2011 für direkten Lebensmittelkontakt – geruchs- und geschmacksneutral.
Andere Folienstärken: Von 25 µm (leichte Textilien) bis 250 µm (scharfkantige Schwerlast). Andere Breiten: Von unter 100 mm bis über 400 mm. Bedruckung: Logos, Warnhinweise, Barcode-Felder im Flexodruck.
Schlauchfolie im Verpackungsprozess: Die innerste Schicht
Schlauchfolie ist in den meisten Fällen die Primärverpackung – die Schicht, die direkt am Produkt liegt. Darüber kommt die Sekundärverpackung (Karton, Polster, Versandbox). Die Aufgabenteilung: Die Schlauchfolie schützt das Produkt gegen Feuchtigkeit, Staub und Kontakt mit dem Verpackungsmaterial. Der Karton schützt gegen mechanische Belastung. Die Polsterung (Luftpolsterfolie, Schaumstofffolie) fängt Stöße ab.
Ein weiterer Vorteil der passgenauen Schlauchfolie als Primärverpackung: Sie fixiert das Produkt im Karton. Ein Produkt im engen Folienbeutel bewegt sich weniger als ein loses Produkt – die Folie wirkt wie eine leichte Fixierung, die Eigenbewegung im Karton reduziert. Das entlastet die Sekundärverpackung und kann in manchen Fällen die Menge an zusätzlichem Polstermaterial reduzieren.
Technische Daten (alle sechs Standardrollen)
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Material | LDPE (Polyethylen niedriger Dichte) |
| Folienstärke | 100 µm |
| Lauflänge | 250 m (alle Breiten) |
| Breiten | 100 mm, 150 mm, 200 mm, 250 mm, 300 mm, 400 mm |
| Farbe | Transparent |
| Schlauchform | Flachschlauch (flach auf Rolle) |
| Schweißbar | Ja (Impuls- und Trennschweißverfahren) |
| Recycelbar | Ja (sortenreines PE, Monomaterial) |
Nachhaltigkeit: Monomaterial und Leerraumvermeidung
Schlauchfolien aus reinem LDPE sind Monomaterial – keine Verbundfolien, keine Klebeschichten, keine nicht-recycelbaren Bestandteile. Nach Gebrauch über die PE-Wertstoffsammlung recycelbar.
Der größte Nachhaltigkeitsvorteil der Schlauchfolie gegenüber Fertigbeuteln ist die Materialeffizienz: Kein Beutel, der zu lang für das Produkt ist. Kein Leerraum, der mit Füllmaterial ausgeglichen werden muss. Und weniger Verpackungsmaterial im Lager, das bei Nichtverwendung (weil die Beutelgröße doch nicht gebraucht wird) als Abfall entsorgt werden muss. Jeder Zentimeter Schlauchfolie wird genutzt – für Produktschutz, nicht für Luft.
