Zum Inhalt springen
Schramm B2B-Shop

Beschreibung

Drei Materialien, eine Aufgabe: Produkte im Karton schützen

Verpackungschips füllen den Hohlraum zwischen Produkt und Kartonwand, sichern die Ware gegen Verrutschen und dämpfen Stöße beim Transport. Eine Aufgabe, drei Materialien – jedes mit eigenem Profil: EPS (Schramm-Fill) für maximale Stoßdämpfung bei minimalem Gewicht. Maisstärke (Schramm-BIOFill) als pflanzenbasierte, biologisch abbaubare Alternative. Papier (Flupis) als komplett kunststofffreie Option, die mit dem Karton ins Altpapier geht.

Alle drei kommen im 500-Liter-Sack (800 x 800 x 1.600 mm), alle drei werden lose in den Karton geschüttet, alle drei schützen empfindliche Produkte. Der Unterschied liegt im Material – und damit in Entsorgung, Nachhaltigkeit, Stoßdämpfung und Handling.

Alle drei Varianten im Überblick

EigenschaftEPS (Schramm-Fill)Maisstärke (BIOFill)Papier (Flupis)
RohstoffErdöl (Polystyrol)Mais (nachwachsend)Recyclingpapier
FarbeWeißWeißGrau
StoßdämpfungSehr hoch (98 % Luft)Gut (Verzahnung)Gut (Verzahnung)
Gewicht pro SackCa. 2 kg (ultraleicht)LeichtLeicht
FormstabilitätSehr hoch – verändert sich nichtGut – feuchtigkeitsempfindlichGut – bei Dauernässe nachlassend
Verzahnung der ChipsNein – loseJa – Chips greifen ineinanderJa – Chips verhaken sich
Statische AufladungJa (reduziert, nicht eliminiert)NeinNein
FeuchtigkeitsresistenzSehr hoch – wasserabweisendGering – löst sich bei Nässe aufMittel – verträgt kurze Feuchtigkeit
EntsorgungGelber Sack / Recycling (sortenrein)Biotonne / KompostAltpapier – mit dem Karton
KunststofffreiNeinJa (Biokunststoff)Ja – komplett
Biologisch abbaubarNeinJa (unter geeigneten Bedingungen)Nein (aber voll recycelbar)
Volumen pro SackCa. 500 LiterCa. 500 LiterCa. 500 Liter

Das richtige Material in einer Frage

Die Materialwahl lässt sich auf eine Kernfrage reduzieren: Was ist das wichtigste Kriterium?

Wichtigstes KriteriumEmpfehlung
Maximale Stoßdämpfung bei minimalem GewichtEPS – höchste Dämpfung, leichtestes Material
Langzeitlagerung (Wochen, Monate) ohne PolsterverlustEPS – sackt nicht zusammen, verändert sich nicht
Feuchte Umgebung (Seetransport, feuchtes Lager)EPS – nimmt kein Wasser auf
Biologisch abbaubar, pflanzenbasiertMaisstärke – nachwachsender Rohstoff, kompostierbar
Sauberes Auspacken ohne statisches KlebenMaisstärke oder Papier – keine Aufladung
Kunststofffreie VerpackungskettePapier – mit dem Karton ins Altpapier
Einfachste Entsorgung für den EmpfängerPapier – Altpapiertonne steht überall
Nachhaltigkeitsbericht / ZertifizierungMaisstärke oder Papier – je nach Zielaussage
Günstigster StückpreisMaisstärke – niedrigster Einstiegspreis

In der Praxis: Die meisten Betriebe wählen nach genau einem dieser Kriterien. Ein Elektronikhändler mit empfindlicher Ware und Langzeitlagerung wählt EPS. Ein Naturkosmetik-Shop mit Nachhaltigkeitsanspruch wählt Maisstärke oder Papier. Ein Unternehmen mit kunststofffreiem Versandversprechen wählt Papier. Die Entscheidung fällt selten auf Basis einer komplizierten Abwägung – ein Kriterium gibt den Ausschlag.

Wie Verpackungschips funktionieren

Verpackungschips sind Schüttpolster: lose Formteile, die den Hohlraum zwischen Produkt und Kartonwand ausfüllen. Der Schutz entsteht durch drei Mechanismen:

Stoßdämpfung. Die Chip-Masse (ob EPS-Luft, Maisstärke-Schaum oder Papier-Struktur) absorbiert Stöße und verteilt die Aufprallenergie auf eine große Fläche. Das Produkt erfährt nicht den vollen Stoß, sondern eine gedämpfte, verlangsamte Krafteinwirkung.

Lagesicherung. Die Chips füllen den Raum um das Produkt und verhindern, dass es im Karton verrutscht. Bei Maisstärke und Papier verstärkt die Verzahnung der Chips diesen Effekt – die Chips halten sich gegenseitig und das Produkt in Position.

Hohlraumfüllung. Der Raum zwischen Produkt und Kartonwand wird vollständig ausgefüllt, unabhängig von der Produktform. Keine maßgeschneiderten Polster nötig – ein Schüttvorgang passt sich an jede Geometrie an.

Verzahnung vs. lose Füllung

EPS-Chips liegen lose nebeneinander – jeder Chip für sich. Die Dämpfung entsteht durch die Luftstruktur im Einzelchip. Maisstärke- und Papier-Chips greifen durch ihre Form ineinander und bilden ein zusammenhängendes Polster – die Verzahnung. Der Unterschied in der Praxis:

Lose Chips (EPS) sacken beim Transport etwas nach – die Schwerkraft und Vibration verdichten die Masse, oben kann ein kleiner Hohlraum entstehen. Dafür bietet jeder einzelne Chip die höchste Stoßdämpfung pro Gramm.

Verzahnende Chips (Maisstärke, Papier) sacken weniger nach – die Verzahnung hält die Struktur stabiler. Beim Auspacken rieseln sie weniger stark auseinander. Die Stoßdämpfung pro Einzelchip ist geringer als bei EPS, wird aber durch die Struktur des Gesamtpolsters kompensiert.

Entsorgung: Drei Materialien, drei Wege

Die Entsorgung ist oft das entscheidende Kriterium – nicht für den Versender, sondern für den Empfänger. Was macht der Kunde mit den Chips, wenn er das Produkt ausgepackt hat?

EPS → Gelber Sack oder Wertstofftonne. Theoretisch recycelbar, in der Praxis landen die meisten EPS-Chips im Restmüll, weil Endverbraucher sie nicht sortenrein sammeln. Für B2B-Empfänger mit Wertstofftrennung: Chips sammeln und wiederverwenden oder der PE/PS-Sammlung zuführen.

Maisstärke → Biotonne oder Kompost. Biologisch abbaubar unter geeigneten Bedingungen (industrielle Kompostierung). Im Gartenkompost dauert der Abbau länger. Im Restmüll: CO₂-neutral verbrennbar, weil pflanzlicher Kohlenstoff. Manche Empfänger lösen die Chips unter fließendem Wasser auf – funktioniert, ist aber nicht die effizienteste Entsorgungsmethode.

Papier → Altpapiertonne. Der einfachste Weg: Chips zusammen mit dem Karton in die Altpapiertonne. Kein Sortieren, kein Trennen, kein Nachdenken. Funktioniert bei jedem Empfänger, weil die Altpapiertonne in jedem Haushalt und jedem Betrieb steht.

Wann Chips, wann andere Polstermaterialien?

Verpackungschips sind nicht die einzige Polsterlösung im Sortiment. Andere Optionen: Luftpolsterfolie (einzelne Produkte einwickeln), Schaumstofffolie (flächiger Schutz), Papierfüllmaterial (Knüllpapier), Luftkissen (Hohlraumfüllung mit Luft). Wann Chips die bessere Wahl sind:

Unregelmäßige Hohlräume. Wenn der Hohlraum im Karton keine gleichmäßige Form hat (asymmetrisches Produkt, Mehrartikel-Sendung mit verschiedenen Formen), passen sich Chips an jede Geometrie an – Schütten statt Zuschneiden.

Wechselnde Produktgrößen. Wenn am Packplatz jeden Tag andere Produkte in verschiedenen Kartongrößen verpackt werden, sind Chips flexibler als vorkonfektionierte Polster – ein Material für alle Kombinationen.

Kein Gerät nötig. Chips brauchen kein Aufblasgerät (wie Luftkissen), keinen Papierpolster-Automaten (wie Papierfüllmaterial aus dem Spender), kein Schneidwerkzeug (wie Schaumstoff). Sack öffnen, schütten, fertig.

Große Hohlräume. Bei Kartons mit viel Leerraum (Produkt füllt weniger als 50 % des Kartonvolumens) sind Chips wirtschaftlicher als Luftkissen oder Papierknüll – sie füllen große Volumina schnell und gleichmäßig.

500 Liter pro Sack: Wie weit reicht das?

Ein Sack enthält ca. 500 Liter – unabhängig vom Material. Die Reichweite hängt vom Hohlraumvolumen pro Karton ab: Bei einem kleinen Karton (ca. 5 Liter Chips pro Sendung) reicht ein Sack für ca. 100 Sendungen. Bei einem mittleren Karton (ca. 10 Liter) für ca. 50 Sendungen. Bei einem großen Karton (ca. 30 Liter) für ca. 15 Sendungen.

Für die meisten E-Commerce-Betriebe mit 20–50 Sendungen am Tag reicht ein Sack ein bis fünf Tage. Bei Staffelabnahme (ab 2–3 Säcke) sinkt der Preis pro Sack. Auf einer Palette passen 6 Säcke – ein Monatsvorrat für viele Betriebe.

Einsatzbereiche

Elektronik-Versand. Monitore, Drucker, Verstärker, Server-Komponenten – empfindliche Technik in Kartons mit viel Hohlraum. EPS für maximale Stoßdämpfung, Maisstärke oder Papier für Standardelektronik (Router, Kopfhörer, Ladestationen).

Keramik, Glas und Geschenkartikel. Vasen, Bilderrahmen, Kerzen im Glas, Parfumflakons – bruchempfindliche Ware, die rundum gepolstert werden muss. Alle drei Materialien bieten ausreichenden Schutz für den Paketdienst-Versand.

Kosmetik und Naturkosmetik. Glastiegel, Flakons, Geschenksets – im Kosmetikversand zählt das Auspackerlebnis. Maisstärke (kein statisches Kleben, Bio-Image) und Papier (kunststofffrei, natürliche Haptik) sind hier beliebter als EPS.

Mehrartikel-Sendungen. Drei bis fünf verschiedene Artikel in einem Karton – jeder mit anderer Form. Chips füllen den Raum um alle Artikel gleichzeitig, passen sich an jede Kombination an. Schneller als einzelne Polster zuzuschneiden.

Industrie und Ersatzteile. Ersatzteile, Werkzeug, Messgeräte – Produkte, die in Kartons mit viel Leerraum versandt werden. EPS für schwere, empfindliche Teile und Langzeitlagerung, Papier oder Maisstärke für den Standardversand.

Technische Daten (alle drei Varianten)

ParameterWert
MaterialienEPS (Schramm-Fill), Maisstärke (BIOFill), Papier (Flupis)
Volumen pro SackCa. 500 Liter (alle Varianten)
Sackmaße800 x 800 x 1.600 mm
Säcke pro Palette6
Mindestabnahme1 Sack (alle Varianten)

Downloads

Keine Downloads verfügbar
Für dieses Produkt sind keine Dateien zum Download verfügbar.

Bewertungen

Noch keine Bewertungen
Seien Sie der Erste, der dieses Produkt bewertet.

Eigenschaften

Länge
800 mm
Breite
800 mm
Höhe
1600 mm
Mindestabnahme
1 Stück
Staffelmenge
1 Stück
Palettengewicht
12 kg
pro Palette
6 Stück