
Handstretchfolien, transparent, 8–23 my, 420–500 mm Breite
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Beschreibung
Acht Handstretchfolien – von materialsparend bis Schwerlast
Handstretchfolie sichert Palettenladungen beim Transport: Sie hält die Kartons auf der Palette in Position, verhindert Verrutschen bei Kurvenfahrten und Bremsmanövern und schützt die Ware vor Staub, Schmutz und leichter Feuchtigkeit. Jede Palette, die per LKW, Spedition oder Container transportiert wird, braucht eine Stretchfolien-Wicklung – und die richtige Folie hängt davon ab, was auf der Palette steht, wie schwer es ist und wohin es geht.
Unser Sortiment umfasst acht Varianten in drei Breiten, fünf Folienstärken und zwei Technologien (vorgedehnt und konventionell). Der Unterschied zwischen der dünnsten (8 µm vorgedehnt) und der dicksten (23 µm konventionell) ist nicht nur Materialstärke – es sind zwei verschiedene Ansätze für zwei verschiedene Anforderungen.
Die Entscheidung in zwei Schritten
Schritt 1: Vorgedehnt oder konventionell?
Vorgedehnte Folie (420 x 600 m, 8 µm) wurde bereits in der Produktion mechanisch gedehnt. Die Rückhaltekraft steckt im Material – der Mitarbeiter muss beim Wickeln nur noch leicht anziehen, nicht kräftig dehnen. Ergebnis: 50 % weniger Kunststoff pro Palette, deutlich weniger Kraftaufwand, doppelte Lauflänge (600 m). Die vorgedehnte Folie ist eine Mehrschicht-Cast-Folie mit Cling-Beschichtung auf der Innenseite – hochtransparent, gleichmäßig, leise.
Der Nachteil: Andere Wickeltechnik als konventionelle Folie (nicht stark dehnen, sonst reißt die 8-µm-Folie), schmalere Breite (420 mm statt 500 mm), passt nicht in Standard-500-mm-Wickelgeräte. Mitarbeiter, die jahrelang konventionell gewickelt haben, müssen umlernen.
Konventionelle Folie (12–23 µm) wird beim Aufbringen gedehnt – der Mitarbeiter erzeugt die Rückhaltekraft durch Muskelkraft. Mehr Materialeinsatz, mehr Kraftaufwand, aber dafür vertraute Technik, breitere Formate (450 mm, 500 mm), dickere Folien für schwere Paletten. Keine Umstellung nötig.
Faustregel: Vorgedehnt, wenn Material- und Kraftersparnis Priorität haben und die Paletten leicht bis mittelschwer sind. Konventionell, wenn schwere oder scharfkantige Paletten, bestehende Prozesse oder Standard-Wickelgeräte den Ausschlag geben.
Schritt 2: Welche Stärke, welche Breite?
| Ihre Palette | Empfohlene Variante |
|---|---|
| Leicht (bis ca. 500 kg), gleichmäßig, kurzer Transport | 420 x 600, 8 µm (vorgedehnt) oder 500 x 300, 12 µm |
| Leicht bis mittel (bis ca. 700 kg), gleichmäßig, erfahrenes Personal | 450 x 300, 17 µm oder 500 x 270, 17 µm |
| Mittel (bis ca. 1.000 kg), wechselnde Beladung, wechselndes Personal | 450 x 300, 20 µm oder 500 x 270, 20 µm (Industriestandard) |
| Schwer (über 800 kg), scharfkantige Ware, Seetransport | 500 x 270, 23 µm oder 500 x 300, 23 µm |
| Unsicher / Erstbestellung | 500 x 270, 20 µm – der Standard, der fast immer passt |
Alle acht Varianten im Vergleich
| Variante | Stärke | Lauflänge | Typ | Dehnung | Bruchdehnung | Profil |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 420 x 600 m | 8 µm | 600 m | Vorgedehnt, Cast | > 100 % | > 100 % | Materialsparendste, ergonomischste (Grüne Linie) |
| 500 x 300 m | 12 µm | 300 m | Konventionell | 120–150 % | 230 % | Dünnste 500-mm, günstigster Rollenpreis |
| 450 x 300 m | 17 µm | 300 m | Konventionell | 120–150 % | 240 % | Dünnste konventionelle 450-mm |
| 500 x 270 m | 17 µm | 270 m | Konventionell | 120–150 % | – | Standardbreite + Material sparen |
| 450 x 300 m | 20 µm | 300 m | Konventionell | 120–150 % | 265 % | Allround in 450 mm |
| 500 x 270 m | 20 µm | 270 m | Konventionell | 120–150 % | – | Der Industriestandard |
| 500 x 270 m | 23 µm | 270 m | Konventionell | 150 % | – | Schwerlast, kompakte Rolle |
| 500 x 300 m | 23 µm | 300 m | Konventionell | 150 % | 308 % | Maximale Festigkeit + längste Schwerlastrolle |
Wie Handstretchfolie funktioniert
Stretchfolie haftet an sich selbst – nicht an der Ware. Beim Wickeln wird die Folie unter Zug um die Palette geführt. Die Dehnung erzeugt eine Rückhaltekraft, die die Ladung zusammenpresst und auf der Palette fixiert. Je mehr Dehnung, desto mehr Rückhaltekraft – aber auch desto dünner wird die Folie an der Kontaktstelle und desto näher rückt die Reißgrenze.
Die Folie wird überlappend gewickelt: Jeder Umlauf überdeckt den vorherigen um ca. 50 %. Dadurch entstehen an jeder Stelle der Palette mindestens zwei Folienlagen. Drei bis vier Umläufe von unten nach oben und zurück ergeben eine stabile Wicklung, die die Palette für den Transport sichert.
Richtig wickeln: Die Grundtechnik
Am Palettenfuß beginnen. Die Folie wird am unteren Rand der Palette angelegt und durch ein bis zwei enge Wicklungen am Fuß fixiert. Der Fuß ist der Anker – hier wirken beim Transport die stärksten Kräfte, weil die gesamte Ladung auf dem Palettendeck lastet.
Überlappend nach oben wickeln. Von unten nach oben um die Palette gehen, dabei die Folie unter gleichmäßigem Zug halten. Jeder Umlauf überlappt den vorherigen um ca. 50 % der Folienbreite. Bei 500 mm Folie bedeutet das ca. 250 mm Überlappung – an jeder Stelle liegen mindestens zwei Lagen.
Oben angekommen: zurück nach unten. Am oberen Rand der Palette die Wickelrichtung umkehren und wieder nach unten wickeln. Die Rückwärts-Wicklung kreuzt die Aufwärts-Wicklung leicht und erzeugt ein diagonales Kräftemuster, das die Ladung in alle Richtungen sichert.
Am Fuß enden. Die letzte Wicklung wieder am Palettenfuß abschließen. Folie abreißen und das Ende fest andrücken – die Selbsthaftung (Cling) hält das Folienende in Position.
Gesamtaufwand: Je nach Palettengröße und Folienbreite 10 bis 14 Umläufe (rauf + runter). Mit einem Wickelgerät dauert eine Palette ca. 30–60 Sekunden. Ohne Wickelgerät etwas länger, weil die Folie direkt in der Hand gehalten wird.
Wickelgerät: Empfehlung ab 500 mm Breite
Handstretchfolie kann direkt von der Rolle verarbeitet werden – Rolle in die Hand nehmen und um die Palette gehen. Bei schmalen Rollen (420 mm) funktioniert das gut. Bei 500 mm Breite wird die Rolle schwerer, dreht sich beim Abwickeln in der Hand und belastet das Handgelenk. Ab 500 mm und bei mehr als fünf Paletten am Tag empfehlen wir ein Wickelgerät (Folienabroller), das die Rolle auf einem Dorn aufnimmt und freies Drehen ermöglicht. Ein passendes Wickelgerät finden Sie in unserem Sortiment.
450 mm oder 500 mm – welche Breite?
500 mm ist der Industriestandard. Wickelgeräte, Arbeitsanweisungen und Erfahrungswerte der meisten Betriebe basieren auf dieser Breite. Wer ein 500-mm-Wickelgerät besitzt oder die Breite im Betrieb etabliert hat, bleibt bei 500 mm.
450 mm ist etwas leichter und handlicher – besser für Betriebe, die ohne Wickelgerät arbeiten. Die 450-mm-Rollen haben mit 300 m auch eine etwas längere Lauflänge als die 270-m-Rollen in 500 mm. Dafür braucht 450 mm einen Umlauf mehr pro Palette, weil pro Wicklung weniger Fläche abgedeckt wird.
420 mm gibt es nur in der vorgedehnten 8-µm-Variante. Diese Breite ist produktionsbedingt an die Vordehnung gekoppelt und nicht in konventionellen Stärken verfügbar.
Wann Handstretchfolie nicht ausreicht
Handstretchfolie ist die wirtschaftlichste und einfachste Form der Palettensicherung – aber nicht für jede Situation die richtige. Drei Grenzfälle:
Sehr hohe Tagesvolumen (über 30–40 Paletten). Ab dieser Menge wird maschinelles Wickeln mit einer Wickelmaschine und Maschinenstretchfolie wirtschaftlicher – sowohl in der Arbeitszeit als auch in der Wickelqualität (gleichmäßigere Dehnung, reproduzierbarer Anpressdruck).
Extrem schwere oder instabile Paletten (über 1.500 kg). Hier reicht selbst die dickste Handstretchfolie (23 µm) nicht für eine sichere Ladungssicherung. Maschinenwicklung und/oder zusätzliche mechanische Sicherung (Umreifung, Ladungssicherungsnetze) sind nötig.
Paletten mit ständig wechselndem, scharfkantigem Ladungsgut. Wenn die Folie bei fast jedem Wickeln über spitze Kanten reißt, ist nicht dickere Folie die Lösung, sondern Kantenschutz (Pappe- oder Kunststoffwinkel über den Kanten) in Kombination mit Standardfolie.
Nachhaltigkeit: Von der Materialreduktion bis zum Recycling
Alle Handstretchfolien im Sortiment bestehen aus sortenreinem Polyethylen (PE) und sind recycelbar. PE ist grundwasserneutral und gibt keine schädlichen Substanzen an die Umwelt ab. Der wirksamste Nachhaltigkeitshebel bei Stretchfolie ist nicht das Material (PE bleibt PE), sondern die Menge: Weniger Folie pro Palette bedeutet weniger Kunststoff, weniger Abfall beim Empfänger und einen geringeren CO₂-Fußabdruck pro gesicherter Palette.
Die vorgedehnte 420 x 600 m, 8 µm ist als Teil unserer Grünen Linie die materialsparendste Option – ca. 50–60 % weniger Kunststoff pro Palette als eine konventionelle 20-µm-Folie. Für Unternehmen, die ihren Kunststoffverbrauch in der Logistik dokumentieren und reduzieren wollen, ist die Umstellung auf dünnere oder vorgedehnte Folie der effektivste Einzelschritt.
Technische Daten (alle Varianten)
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Material | Polyethylen (PE) |
| Farbe | Transparent (alle Varianten) |
| Folienstärken | 8 µm, 12 µm, 17 µm, 20 µm, 23 µm |
| Breiten | 420 mm (vorgedehnt), 450 mm, 500 mm |
| Lauflängen | 270 m, 300 m, 600 m (je nach Variante) |
| Selbsthaftend | Ja (haftet auf sich selbst, nicht auf Ware) |
| Recycelbar | Ja (sortenreines PE, bis zu 100 %) |
| Grundwasserneutral | Ja |
| Mindestabnahme | 6 Rollen (alle Varianten) |
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