
Bündelstretchfolien – die schnelle Fixierung ohne Werkzeug
Bündelstretchfolien sind keine Palettenfolie in schmal – sie lösen ein anderes Problem: Das Zusammenhalten kleinerer Einheiten, die kein Palettenwickeln brauchen, aber trotzdem fixiert werden müssen. Kartongruppen bündeln, Rohre zusammenhalten, Leisten sichern, Möbelteile fixieren, einzelne Palettenlagen vor dem Aufstapeln stabilisieren. 90 mm breit, 8 µm vorgedehnt, 300 m pro Rolle, 38-mm-Kern – direkt in der Hand gehalten und verarbeitet, ohne Abroller, ohne Maschine, ohne Werkzeug. Bei uns erhalten Sie reißfeste Bündelstretchfolie zu B2B-Preisen.
Was Bündelstretchfolie von Handstretchfolie unterscheidet
Handstretchfolie (420–500 mm breit, auf 50-mm-Kern, mit Handabroller verarbeitet) ist für Paletten gemacht: breite Bahnen, die in mehreren Umläufen um eine ganze Palette gewickelt werden. Bündelstretchfolie ist das Gegenteil: schmal (90 mm), leicht, auf einem kleinen Kern (38 mm), der direkt in die Hand passt. Kein Abroller nötig, kein Wickelgerät – die Rolle liegt in der einen Hand, die andere Hand führt die Folie um das Bündel.
Der Einsatzzweck ist entsprechend anders: Nicht „Palette sichern", sondern „ein paar Teile zusammenhalten". Drei Kartons, die als Set zum Kunden gehen. Fünf Rohre, die nicht einzeln über das Förderband rollen sollen. Zehn Leisten, die als Bündel ins Regal kommen. Eine einzelne Palettenlage, die fixiert werden soll, bevor die nächste draufkommt. Überall dort, wo Palettenstretchfolie überdimensioniert wäre und Klebeband oder Umreifung zu aufwändig.
| Eigenschaft | Bündelstretchfolie | Handstretchfolie |
|---|---|---|
| Breite | 90 mm | 420–500 mm |
| Kern | 38 mm (in der Hand) | 50 mm (Abroller/Wickelgerät) |
| Folienstärke | 8 µm (vorgedehnt) | 8–23 µm |
| Verarbeitung | Direkt von der Rolle, ohne Gerät | Mit Handabroller oder Wickelgerät |
| Typischer Einsatz | Bündeln, Fixieren, Lagen sichern | Paletten wickeln |
Vorgedehnt: Weniger Kraft, sofort Halt
Die Bündelstretchfolie im Sortiment ist vorgedehnt – sie wurde bereits im Werk auf einen definierten Streckgrad gedehnt und in diesem Zustand fixiert. Für den Anwender bedeutet das: Die Folie muss beim Bündeln nicht mehr aktiv gedehnt werden, um Rückhaltekraft aufzubauen. Ein leichtes Umwickeln reicht, die Folie haftet an sich selbst und hält das Bündel zusammen.
Der Kraftaufwand ist dadurch minimal – auch Mitarbeiter, die nicht den ganzen Tag Paletten wickeln und die Technik des manuellen Stretchens nicht beherrschen, können mit der vorgedehnten Bündelfolie sofort sauber fixieren. Kein Einreißen durch zu starkes Ziehen, kein Lockersitzen durch zu wenig Dehnung – die Folie arbeitet im optimalen Bereich, weil die Dehnung schon ab Werk eingestellt ist.
90 mm x 300 m: Klein, aber ergiebig
90 mm Folienbreite klingt schmal – und ist es auch. Das ist gewollt: Beim Bündeln wird die Folie nicht als breite Bahn aufgelegt, sondern als schmales Band um die Einheit gewickelt. Zwei bis drei Wicklungen um ein Kartonstapel, vier bis fünf um ein Rohrbündel – fertig. Die 90 mm sind breit genug, um Halt zu geben, und schmal genug, um sich auch um kleine und unregelmäßige Einheiten wickeln zu lassen, ohne übermäßig aufzutragen.
300 m Lauflänge auf einer kompakten Rolle: Bei einem typischen Verbrauch von 0,5 bis 1,5 m pro Bündelung reicht eine Rolle für 200 bis 600 Bündelungsvorgänge. Bei 20 Bündelungen am Tag hält eine Rolle zwei bis vier Wochen. Bei 50 am Tag eine knappe Woche. Die Rolle ist klein genug, um in der Jackentasche Platz zu finden – für mobile Einsätze (Kommissionierung, Wareneingang, Außenlager) ein echter Vorteil gegenüber Handstretchfolie, die Abroller und Platz braucht.
Wo Bündelstretchfolie im Betrieb zum Einsatz kommt
Kartongruppen als Set zusammenhalten
Drei Kartons, die als Einheit zum Kunden gehen (z. B. ein Möbelstück in drei Paketen, ein Maschinenset mit Hauptgerät + Zubehör + Dokumentation). Bündelfolie um die Gruppe wickeln – die Kartons bleiben zusammen, werden gemeinsam verladen, kommen gemeinsam an. Ohne Bündelung rutschen die Kartons bei der Spedition auseinander und werden getrennt zugestellt.
Rohre, Leisten, Profile bündeln
Lange, runde oder profilierte Teile (Kupferrohre, Holzleisten, Aluminiumprofile, Kunststoffrohre), die einzeln über Förderbänder rollen, von Regalen fallen oder beim Transport verrutschen würden. Bündelfolie um das Bündel: Die Teile bleiben zusammen und lassen sich als Einheit greifen, tragen und lagern. Anders als Umreifung erzeugt die Folie keine Druckstellen auf empfindlichen Oberflächen – die Kraft verteilt sich über die gesamte Folienbreite statt auf ein schmales Band.
Palettenlagen fixieren
Bei der Palettierung werden Kartons schichtweise gestapelt. Manche Kartonformate oder Beladungsmuster sind instabil – die oberste Lage rutscht, bevor sie mit der Palettenstretchfolie gesichert wird. Bündelfolie um die einzelne Lage wickeln (einmal rum reicht), dann die nächste Lage draufstellen. Jede Lage ist für sich fixiert, der gesamte Stapel wird am Ende mit Handstretchfolie oder Maschinenfolie gewickelt.
Sperrige Einzelprodukte sichern
Möbelteile mit losen Komponenten (Tischbeine an der Tischplatte fixieren), Maschinenteile mit Zubehör (Kabel am Gehäuse festwickeln), Drucker mit eingelegtem Papierfach (damit es beim Transport nicht aufklappt). Überall, wo ein Teil eines Produkts während des Transports bewegen oder aufklappen kann und eine schnelle, flexible Fixierung braucht.
Kommissionierung und innerbetrieblicher Transport
Mehrere kleine Artikel aus dem Regal nehmen, mit Bündelfolie zusammenwickeln, zum Packplatz bringen. Schneller als jeden Artikel einzeln auf einen Wagen zu legen, sicherer als lose Teile in einer Kiste. Besonders in der Kommissionierung von Kleinteilen (Ersatzteile, Zubehör, Sortimentsbestellungen) spart das Zeit und verhindert Verwechslungen.
Bündelstretchfolie vs. andere Bündelungsmethoden
| Methode | Vorteil | Nachteil gegenüber Bündelfolie |
|---|---|---|
| Bündelstretchfolie (dieses Produkt) | Schnell, flexibel, kein Werkzeug, keine Druckstellen | – |
| Klebeband | Günstig, überall verfügbar | Hinterlässt Kleberückstände, reißt bei Belastung, kein Rundum-Halt |
| Umreifung (PP/PET-Band) | Sehr hohe Haltekraft | Braucht Werkzeug (Spanner/Verschluss), erzeugt Druckstellen, langsamer |
| Gummibänder | Wiederverwendbar | Begrenzte Größenauswahl, ermüden über Zeit, rutschen ab |
| BandGo Dehnbänder | Wiederverwendbar, hohe Rückstellkraft | Nur für definierte Bündelgrößen, stückweise (nicht endlos) |
Bündelstretchfolie ist die flexibelste Methode: Sie passt sich an jede Form und Größe an, erzeugt keine Druckstellen, braucht kein Werkzeug und ist sofort einsatzbereit. Ihr Nachteil: Sie ist Einwegmaterial (nicht wiederverwendbar wie Dehnbänder oder Gummibänder) und bietet weniger Haltekraft als eine Umreifung. Für Schwerlast-Bündelung (schwere Stahlrohre, massive Holzbündel) ist Umreifung die bessere Wahl. Für alles andere – leichte bis mittelschwere Bündelung, schnelles Fixieren, temporäres Zusammenhalten – ist Bündelfolie die schnellste und einfachste Lösung.
8 µm vorgedehnt: Dünn und trotzdem fest
8 µm klingt nach fast nichts – und ist in der Tat dünner als jede andere Stretchfolie im Sortiment. Der Grund, warum 8 µm beim Bündeln funktioniert: Die Folie wird nicht um eine schwere Palette mit Hunderten Kilo Ladung gewickelt, sondern um ein Bündel mit wenigen Kilo. Die Haltekräfte, die beim Bündeln benötigt werden, sind um Größenordnungen geringer als bei der Palettensicherung. 8 µm reichen aus – und durch die Vordehnung ab Werk ist die Rückhaltekraft sofort da, ohne dass der Anwender die Folie aktiv dehnen muss.
Der wirtschaftliche Effekt der 8 µm: Minimaler Materialverbrauch pro Bündelung. Zwei bis drei Wicklungen um ein Kartonbündel verbrauchen weniger als 2 g Folie. Bei 0,5 bis 1,5 m Folie pro Bündelung und 300 m pro Rolle ist der Stückpreis pro Bündelung im Cent-Bereich. Günstiger als Klebeband (das mehrere Streifen braucht), günstiger als Umreifungsband (das Verschlüsse braucht), günstiger als fast jede Alternative.
Verarbeitung: So einfach wie eine Kabelrolle abwickeln
Die Rolle liegt in einer Hand (der 38-mm-Kern ist handlich genug, um bequem gegriffen zu werden). Die andere Hand führt den Folienanfang um das Bündel. Zwei bis fünf Wicklungen um die Einheit – je nach Gewicht und gewünschter Festigkeit. Folie abreißen (die 8-µm-Folie lässt sich mit der Hand reißen, kein Messer nötig), andrücken, fertig. Die Folie haftet an sich selbst und bleibt in Position.
Kein Einfädeln, kein Abroller, kein Werkzeug, keine Schulung. Jeder Mitarbeiter, der eine Rolle Klebeband abrollen kann, kann Bündelstretchfolie verarbeiten. Das macht sie zum idealen Verpackungsmittel für Betriebe, in denen nicht jeder Mitarbeiter Verpackungsprofi ist – Kommissionierer, Lageristen, Monteure, die nebenbei etwas zusammenhalten müssen.
Wann Bündelstretchfolie nicht die richtige Wahl ist
Bei schweren Bündeln über ca. 20–30 kg. Die Haltekraft der 8-µm-Folie ist für leichte bis mittelschwere Einheiten ausgelegt. Schwere Stahlrohre, Holzbalkenbündel oder Betonteile brauchen Umreifung – die Folie würde unter dem Gewicht nachgeben oder reißen.
Bei dauerhafter Außenlagerung. Bündelstretchfolie schützt das Bündel kurzfristig gegen Verschieben und leichte Umwelteinflüsse, aber nicht gegen Regen, UV-Strahlung oder wochenlange Witterung. Für Langzeitlagerung im Freien: Stretchfolie auf der Palette plus Abdeckfolie oder Schrumpfhaube.
Wenn ganze Paletten gesichert werden müssen. Bündelfolie ist kein Ersatz für Handstretchfolie oder Maschinenstretchfolie. Eine 90-mm-Folie um eine ganze Palette zu wickeln wäre extrem zeitaufwändig und würde keine flächige Ladungssicherung ergeben – dafür braucht es die breite Palettenfolie.
Technische Daten
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Material | PE (vorgedehnt) |
| Breite | 90 mm |
| Lauflänge | 300 m |
| Folienstärke | 8 µm |
| Kern | 38 mm |
| Farbe | Transparent |
| Verarbeitung | Direkt von Hand, ohne Gerät |
| Recycelbar | Ja (PE) |
Bündelstretchfolie im Verpackungsprozess: Wo sie hingehört
Bündelfolie ist ein Zwischenschritt, kein Endverpackungsmaterial. Sie hält Teile zusammen, bis diese in ihren finalen Schutz kommen (Karton, Palette, Versandverpackung). In der typischen Prozesskette steht die Bündelung vor der Palettierung: Einzelteile werden zu Einheiten gebündelt, die Einheiten werden auf die Palette gestapelt, die Palette wird mit Stretchfolie gesichert.
Manche Betriebe verwenden Bündelfolie auch als finale Fixierung – z. B. bei innerbetrieblichem Transport (Bündel vom Lager zur Montage, kurze Strecke, kein Versand) oder bei der Übergabe an den nächsten Arbeitsschritt (kommissionierte Teile vom Regal zum Packplatz). In diesen Fällen ist die Bündelfolie gleichzeitig Transport- und Kennzeichnungshilfe: Der Mitarbeiter am Packplatz sieht sofort, welche Teile zusammengehören.

