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Beschreibung

Trockenmittelstab – Feuchteschutz für den Containertransport

Ein Trockenmittelstab schützt Ware im geschlossenen Container gegen Feuchtigkeitsschäden: Rost auf Metall, Schimmel auf Holz und Textilien, wellige Kartons, klebrige Etiketten, korrodierte Elektronik. Das Calciumchlorid im Stab zieht Feuchtigkeit aus der Containerluft und wandelt sie in eine Salzlösung um, die im integrierten Wassersammler aufgefangen wird. Die Feuchtigkeit wird dauerhaft gebunden – sie kann nicht zurück in die Luft verdunsten.

1.180 mm lang, 116 mm breit, 35 mm tief – ein flacher Stab, der senkrecht an den Zurrösen des Containers hängt. Kein Strom, kein Ventilator, kein Wartungsaufwand: aufhängen, aktivieren, Container verschließen. Das Trockenmittel arbeitet passiv, lautlos und autonom über die gesamte Transportdauer.

Containerregen: Das Problem, das der Trockenmittelstab löst

„Containerregen" (auch „Container Sweat" oder „Cargo Sweat") ist das häufigste Feuchtigkeitsproblem im Seetransport: Wenn ein Container tagsüber in der Sonne steht und sich aufheizt, steigt die Luft im Inneren auf 50–60 °C. Die warme Luft nimmt Feuchtigkeit auf – aus der Ware, aus Holzpaletten, aus der Umgebungsluft. Nachts kühlt der Container ab. Die feuchte Luft kondensiert an den kalten Containerwänden und an der Containerdecke. Das Kondenswasser tropft auf die Ware – Containerregen.

Die Folge: Rost auf Metallteilen, Schimmel auf Textilien und Holz, aufgeweichte Kartons, beschlagene Elektronik, verfärbte Papierverpackungen. Auf einer 4–8-wöchigen Seereise durchläuft der Container dutzende Tag-Nacht-Zyklen – jeder Zyklus produziert neues Kondenswasser. Ohne Feuchtigkeitsschutz kann die Ladung am Zielhafen unbrauchbar sein.

Der Trockenmittelstab unterbricht diesen Kreislauf: Das Calciumchlorid entzieht der Containerluft die Feuchtigkeit, bevor sie an den Wänden kondensieren kann. Weniger Feuchtigkeit in der Luft = weniger Kondensation = kein Containerregen = keine Feuchteschäden.

Calciumchlorid: Wie das Trockenmittel funktioniert

Calciumchlorid (CaCl₂) ist ein hygroskopisches Salz – es zieht Wassermoleküle aus der Umgebungsluft an und bindet sie chemisch. Im Trockenmittelstab liegt das Calciumchlorid als Granulat oder Tablette im oberen Teil des Stabes. Sobald der Stab aktiviert wird (inneren Behälter herausziehen), kommt das Calciumchlorid mit der Containerluft in Kontakt und beginnt, Feuchtigkeit zu absorbieren.

Die absorbierte Feuchtigkeit bildet zusammen mit dem Calciumchlorid eine Salzlösung (Sole), die nach unten in den Wassersammler fließt. Die Sole ist stabil – die Feuchtigkeit kann nicht zurück in die Luft verdunsten, solange die Salzkonzentration hoch genug ist. Das ist der entscheidende Unterschied zu Silikagel (dem bekannten Trockenmittelbeutel): Silikagel absorbiert Feuchtigkeit, gibt sie aber bei Temperaturanstieg teilweise wieder ab. Calciumchlorid bindet die Feuchtigkeit dauerhaft in der Salzlösung.

Ein Trockenmittelstab kann je nach Größe und Umgebungsbedingungen mehrere Liter Feuchtigkeit aus der Containerluft absorbieren – genug, um die relative Luftfeuchtigkeit in einem 20-Fuß-Container über Wochen im sicheren Bereich zu halten.

Montage: In drei Schritten aktiviert

Schritt 1: Inneren Behälter herausziehen. Der Trockenmittelstab besteht aus einem äußeren Gehäuse und einem inneren Behälter mit dem Calciumchlorid. Durch Herausziehen des inneren Behälters wird das Trockenmittel freigelegt und beginnt zu arbeiten.

Schritt 2: Wassersammler sichern. Der Wassersammler am unteren Ende des Stabes wird mit einem Splint gesichert, damit er während des Transports nicht abfällt. Die Salzlösung fließt nach unten in den Sammler und wird dort aufgefangen.

Schritt 3: An der Zurröse aufhängen. Der Trockenmittelstab hat einen Haken am oberen Ende, der in die Zurrösen des Containers eingehängt wird. Der Stab hängt senkrecht – wichtig, damit die Salzlösung nach unten in den Sammler fließt und nicht seitlich ausläuft. Mindestabstand zur Ladung: 25 mm, damit die Luftzirkulation um den Stab nicht behindert wird.

Der gesamte Montagevorgang dauert unter einer Minute pro Stab. Kein Werkzeug, kein Bohren, kein Kleben – nur einhängen und sichern.

Wie viele Stäbe pro Container?

Die Anzahl hängt von der Containergröße, der Transportdauer und der Feuchtigkeitsempfindlichkeit der Ware ab. Als Orientierung:

20-Fuß-Container (33 m³ Innenvolumen): 4–8 Stäbe, je nach Transportdauer und Klima. Für eine 4-wöchige Seereise durch gemäßigte Zonen: 4–6 Stäbe. Für eine 8-wöchige Reise durch tropische Zonen: 6–8 Stäbe.

40-Fuß-Container (67 m³): 8–16 Stäbe. Doppeltes Volumen, doppelte Trockenmittelmenge.

Die Stäbe werden gleichmäßig verteilt an den Zurrösen im Container aufgehängt – links und rechts, über die gesamte Containerlänge. Gleichmäßige Verteilung sorgt für gleichmäßige Entfeuchtung.

Welche Ware geschützt wird

Metallteile und Maschinen. Stahl, Aluminium, Kupfer, verchromte Oberflächen, lackierte Maschinengehäuse – Metall rostet oder korrodiert bei hoher Luftfeuchtigkeit. Der Trockenmittelstab hält die relative Feuchte im Container unter dem kritischen Wert (typisch unter 60 % r.F.), bei dem Korrosion einsetzt.

Elektronik und Elektrik. Platinen, Steuerungen, Schaltschränke, Sensoren – Elektronik, die bei Kondensation kurzschließen oder korrodieren kann. Besonders kritisch: Temperaturwechsel beim Be- und Entladen (warmes Land → kalter Container auf See → warmes Zielland).

Textilien und Leder. Kleidung, Schuhe, Lederwaren, Polsterstoffe – Schimmelbildung ab ca. 70 % r.F. Auf einer 6-wöchigen Seereise von Asien nach Europa kann ohne Trockenmittel die gesamte Ladung verschimmeln.

Lebensmittel (verpackt). Kaffee, Kakao, Gewürze, Tee, Reis – hygroskopische Lebensmittel, die Feuchtigkeit aufnehmen und verklumpen, verderben oder an Aroma verlieren. Der Trockenmittelstab schützt die Umgebungsluft, nicht die Verpackung – die Ware muss zusätzlich in feuchtigkeitsdichten Verpackungen (Barrierebeutel, Schrumpfhauben) geschützt sein.

Papier und Kartonage. Druckerzeugnisse, Bücher, Kartonverpackungen, Etiketten – Papier wellt sich bei Feuchtigkeit, Kartons weichen auf, Etiketten lösen sich. Für den Export von bedruckten Verpackungen oder Büchern: Trockenmittel im Container ist Standard.

Holz und Holzprodukte. Möbel, Holzverkleidungen, Parkettdielen – Holz quillt bei Feuchtigkeit, schimmelt und verfärbt sich. Gleichzeitig gibt Holz (insbesondere Holzpaletten und Holzverschläge) selbst Feuchtigkeit ab und erhöht die Containerluftfeuchtigkeit – ein doppelter Grund für Trockenmittel.

Lagerung vor dem Einsatz

Der Trockenmittelstab hat eine Haltbarkeit von 3 Jahren ab Produktionsdatum – solange er in der Originalverpackung versiegelt bleibt. Empfohlene Lagerbedingungen: 5–25 °C, relative Luftfeuchtigkeit unter 60 %. Bei höherer Luftfeuchtigkeit oder geöffneter Verpackung beginnt das Calciumchlorid vorzeitig zu arbeiten und verliert Kapazität, bevor es im Container eingesetzt wird.

Die Stäbe trocken, kühl und in der Originalverpackung lagern – im Lager, nicht im Außenbereich und nicht im ungeheizten Schuppen. Erst am Tag der Container-Beladung die Verpackung öffnen und den Stab aktivieren.

Trockenmittelstab in der Praxis: Drei typische Einsätze

Maschinenexport: CNC-Fräse per Seecontainer nach Brasilien

Ein Maschinenbauer versendet eine CNC-Fräse (2 Tonnen, lackiertes Gehäuse, empfindliche Elektronik) per 20-Fuß-Container von Hamburg nach São Paulo – 5 Wochen Seeweg, Passage durch die Tropen. Sechs Trockenmittelstäbe im Container (drei links, drei rechts an den Zurrösen), gleichmäßig verteilt. Die Stäbe halten die Containerluftfeuchtigkeit unter 60 % – kein Rost auf der Fräse, keine Kondensation auf der Steuerungselektronik, kein Containerregen auf dem Karton mit Zubehör. Am Zielhafen: Maschine trocken, funktionsfähig, lieferbereit.

Textilimport: Bekleidung per Container aus Bangladesch

Ein Textilimporteur empfängt 40-Fuß-Container mit Bekleidung aus Dhaka – 6 Wochen Seeweg, tropisches Klima beim Beladen, kaltes Nordseeklima bei der Ankunft. Der Lieferant hängt 12 Trockenmittelstäbe in den Container (der Importeur gibt die Spezifikation vor). Die Stäbe absorbieren die Feuchtigkeit, die von den Baumwoll-Textilien und den Holzpaletten abgegeben wird. Am Zielhafen in Hamburg: Bekleidung schimmelfrei, Kartons trocken, Etiketten unbeschädigt.

Ersatzteil-Lagerung: Metallteile im Lagercontainer

Ein Industriebetrieb lagert Ersatzteile (Stahlwellen, Zahnräder, Lagergehäuse) in einem Seecontainer auf dem Betriebsgelände – als Überlauf-Lager, Monate bis Jahre. Ohne Trockenmittel: Die Metallteile rosten, weil der Container bei Temperaturwechseln (Tag/Nacht, Sommer/Winter) Kondenswasser bildet. Mit Trockenmittelstäben: Die Stäbe werden alle 2–3 Monate ausgetauscht (wenn der Wassersammler voll ist). Die Metallteile bleiben rostfrei.

Technische Daten

Parameter Wert
Typ Trockenmittelstab (Hängestab)
Wirkstoff Calciumchlorid (CaCl₂)
Abmessungen 1.180 x 116 x 35 mm
Farbe Blau/silber
Montage Senkrecht an Zurrösen im Container (Haken)
Aktivierung Herausziehen des inneren Behälters
Wassersammler Integriert, mit Splint gesichert
Mindestabstand zur Ladung 25 mm
Haltbarkeit 3 Jahre ab Produktionsdatum (versiegelt)
Empfohlene Lagerung 5–25 °C, unter 60 % r.F.
Mindestabnahme 8 Stück
Staffelung 8 Stück
Stück pro Palette 230

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Eigenschaften

Länge
1180 mm
Breite
116 mm
Höhe
35 mm
Farbe
Silber
Farbe
Blau
Mindestabnahme
8 Stück
Staffelmenge
8 Stück
Palettengewicht
405 kg
pro Palette
230 Stück
Warentarifnummer
38249996

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