
Schaumstofffolien, verschiedene Größen
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Beschreibung
Oberflächenschutz ohne Abdrücke – für Produkte, bei denen ein Kratzer eine Reklamation ist
Schaumstofffolie schützt empfindliche Oberflächen, die während Transport, Lagerung und Handling verkratzt, gescheuert oder durch Druckstellen beschädigt werden können: Hochglanzlacke, polierter Edelstahl, eloxiertes Aluminium, veredelte Holzflächen, Glas, Keramik und beschichtete Kunststoffe. Anders als Luftpolsterfolie hat Schaumfolie keine Noppen – die Kontaktfläche ist vollkommen glatt und homogen. Unter Druck entsteht kein Stempeleffekt, kein Abdruck, kein Marking.
Alle drei Varianten bestehen aus geschlossenzelligem LDPE-Schaum (Polyethylen niedriger Dichte): 1,0 mm dick, weiß, chemisch neutral, wasserabweisend, 100 % recycelbar und FCKW-frei geschäumt.
Die richtige Rolle wählen: Drei Varianten, drei Einsatzprofile
| Variante | Breite | Lauflänge | Fläche/Rolle | Empfohlen für |
|---|---|---|---|---|
| 100 m x 1,55 m | 1,55 m | 100 m | 155 m² | Geringer Verbrauch, breite Produkte, Einstieg |
| 500 m x 1,25 m | 1,25 m | 500 m | 625 m² | Standardformate bis 1,20 m, industrieller Dauereinsatz |
| 500 m x 1,55 m | 1,55 m | 500 m | 775 m² | Großformate über 1,20 m, industrieller Dauereinsatz |
Die Entscheidung in zwei Fragen
Frage 1: Wie breit sind Ihre Produkte? Bis 1,20 m → die 1,25-m-Rolle reicht. Über 1,20 m → die 1,55-m-Rolle, damit eine Bahn die gesamte Oberfläche abdeckt, ohne Überlappung.
Frage 2: Wie viel Folie verbrauchen Sie pro Woche? Unter 100 m² → die 100-m-Rolle (155 m²) reicht für mehrere Wochen. Über 100 m² → eine der 500-m-Großrollen, die Rollenwechsel minimiert und den Durchsatz an der Packstation maximiert.
Warum Schaumfolie statt Luftpolsterfolie?
Luftpolsterfolie ist das meistverwendete Polstermaterial in der Versandlogistik – und für die meisten Produkte völlig ausreichend. Schaumfolie kommt dort zum Einsatz, wo Luftpolsterfolie ein Problem verursacht: auf glatten, empfindlichen Oberflächen.
Das Problem heißt Marking. Luftpolsterfolie besteht aus Noppen – kleine, luftgefüllte Halbkugeln, die unter Druck auf die Produktoberfläche drücken. Bei robusten Oberflächen (Wellpappe, unbehandelte Holzflächen, matte Kunststoffe) ist das harmlos. Bei Hochglanzlacken, poliertem Metall oder beschichtetem Glas hinterlassen die Noppen nach Stunden oder Tagen unter Druck sichtbare runde Abdrücke – Marking. Diese Abdrücke lassen sich oft nicht entfernen und führen zur Reklamation.
Schaumfolie hat keine Noppen. Die Kontaktfläche ist eine ebene, durchgehende Schaumoberfläche, die den Druck gleichmäßig verteilt. Kein Punkt drückt stärker als ein anderer. Kein Marking, kein Kratzer, keine Reklamation.
Die Faustregel: Wenn die Oberfläche des Produkts spiegelt, glänzt oder sichtbar zum Endkunden geliefert wird – Schaumfolie. Wenn die Oberfläche matt, rau oder durch eine Verpackung verdeckt ist – Luftpolsterfolie reicht.
Geschlossenzelliger Schaum: Drei Eigenschaften, die offenzelligem Schaum fehlen
Geschlossenzellig bedeutet: Jede einzelne Zelle im Schaum ist ein hermetisch abgeschlossener Hohlraum, gefüllt mit Luft. Die Zellwände sind intakt – keine offenen Poren, keine Verbindungskanäle zwischen den Zellen. Das unterscheidet LDPE-Schaumfolie von offenzelligem Schaum (wie er in Polstermöbeln oder Matratzen verwendet wird) und hat drei praktische Konsequenzen:
Kein Wasser. Offenzelliger Schaum saugt Feuchtigkeit auf wie ein Schwamm. Geschlossenzelliger Schaum ist wasserabweisend – Kondenswasser, Spritzwasser und hohe Luftfeuchtigkeit dringen nicht ein. Das Produkt bleibt trocken, auch wenn die Folie nass wird. Relevant für Seetransport, Außenlagerung und klimatisch schwankende Lagerbedingungen.
Kein Staub. Die geschlossene Oberfläche lässt keinen Feinstaub oder Partikel durch. Als Schutzfolie auf blankem Metall oder poliertem Glas verhindert sie nicht nur Kratzer, sondern auch Staubablagerungen, die beim späteren Reinigen neue Kratzer verursachen könnten.
Rückstellvermögen. Unter Druck komprimiert sich der Schaum – die Luft in den Zellen wird zusammengepresst. Wird der Druck entfernt, stellen sich die Zellen in ihre Ausgangsform zurück. Die Folie behält ihre Polsterwirkung auch nach wiederholter Belastung – anders als offenzelliger Schaum, der nach starker Kompression dauerhaft verformt bleibt.
Chemisch neutral: Was das für verschiedene Materialien bedeutet
LDPE ist chemisch inert – es reagiert nicht mit Metallen, Lacken, Holz, Glas oder Kunststoffen. Keine Ausgasung, keine Migration von Weichmachern (enthält keine), keine korrosionsfördernden Substanzen. Das ist entscheidend bei drei Materialkategorien:
Blanke Metalle. Edelstahl, Aluminium, Messing, Kupfer – Oberflächen, die bei Kontakt mit bestimmten Verpackungsmaterialien (PVC-Folie, säurehaltiges Papier, chloridhaltige Kunststoffe) korrodieren können. PE-Schaum löst keine Korrosion aus, auch nicht bei monatelanger Lagerdauer oder feuchtwarmer Umgebung.
Lackierte Oberflächen. Frische oder ausgehärtete Lacke können bei Kontakt mit chemisch aggressiven Materialien erweichen, anlösen oder verfärben. PE-Schaum ist inert – keine Wechselwirkung mit der Lackchemie.
Lebensmittelnahe Verpackung. PE ist lebensmittelrechtlich unbedenklich. Als Schutzfolie um verpackte Lebensmittel (Flaschen, Gläser, Dosen) ist PE-Schaum unproblematisch.
1,0 mm: Was die Dicke schützt – und was nicht
1,0 mm geschlossenzelliger Schaum schützt gegen Kratzer, Scheuerstellen, leichte Druckbelastung und Kontakt zwischen gestapelten Oberflächen. Das ist Oberflächenschutz – der Kernzweck dieser Folie.
Nicht geschützt ist das Produkt gegen Stoßbelastung (Fallhöhen, Aufprall), gegen schwere punktuelle Druckbelastung (ein Kantendruck, der die 1 mm komplett durchdrückt) und gegen Temperaturextreme (keine Isolierwirkung bei 1 mm). Für diese Anforderungen braucht es dickeres Polstermaterial (Schaumstoffplatten, Schaumstoffprofile) oder ergänzende Verpackungskomponenten (Polstereinlagen, Kantenschutzwinkel).
Der Vorteil der geringen Dicke: Die Folie vergrößert das Packmaß kaum. Ein Produkt, eingewickelt in 1-mm-Schaumfolie, passt in denselben Karton wie ohne Folie. Bei Luftfracht und Pakettarifen, die nach Volumengewicht (Dimensional Weight) abrechnen, ist das ein messbarer Kostenvorteil.
Verarbeitung: Abrollen, zuschneiden, einwickeln
Die 500-m-Großrollen (625 m² bzw. 775 m²) brauchen einen Abrollständer oder eine Folienabwicklung – die Rolle ist zu groß und zu schwer für die Handverarbeitung direkt von der Rolle. Ein einfacher Abrollständer mit Dorn reicht aus. Die Folie wird abgerollt, auf die Produktlänge zugeschnitten (Cuttermesser oder Heißdrahtschneider) und um das Produkt gewickelt oder als Zwischenlage aufgelegt.
Die 100-m-Rolle (155 m²) ist kompakter und lässt sich auch ohne Ständer verarbeiten – direkt von der Rolle abziehen und zuschneiden. Für Betriebe mit geringem Verbrauch oder mobilen Packplätzen die handlichere Option.
Die Folie lässt sich nicht verschweißen oder verkleben – sie haftet weder an sich selbst noch an anderen Oberflächen. Zum Fixieren am Produkt wird sie entweder in den Karton eingelegt (die Kartonwände halten die Folie in Position) oder mit einem Streifen Klebeband fixiert. In industriellen Packstraßen wird die Folie oft durch den Verpackungsprozess selbst in Position gehalten: Folie auflegen, Produkt draufstellen, nächste Folie, nächstes Produkt – der Stapeldruck fixiert die Lagen.
Technische Daten (alle Varianten)
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Material | LDPE-Schaum (geschlossenzellig) |
| Materialstärke | 1,0 mm (alle Varianten) |
| Farbe | Weiß |
| Breiten | 1,25 m und 1,55 m |
| Lauflängen | 100 m und 500 m |
| Zellstruktur | Geschlossenzellig |
| Chemisch neutral | Ja |
| Wasserabweisend | Ja (geschlossene Zellen nehmen kein Wasser auf) |
| FCKW-frei | Ja |
| Recycelbar | Ja (100 %, sortenreines PE) |
Schaumfolie im Verpackungsprozess: Wo sie hingehört
Schaumfolie ist kein Ersatz für Stretchfolie, Polstermaterial oder Kartoneinlagen – sie ergänzt diese. Die typische Position im Verpackungsprozess: Schaumfolie wird als erste Schutzschicht direkt auf die Produktoberfläche aufgebracht, bevor das Produkt in den Karton kommt, auf die Palette gestapelt wird oder mit Stretchfolie gesichert wird. Sie ist die innerste Lage – der Schutz, der direkt am Produkt liegt.
Ein typischer Verpackungsaufbau bei empfindlicher Ware: Produkt → Schaumfolie (Oberflächenschutz) → Karton oder Zwischenlage (mechanischer Schutz) → Stretchfolie oder Umreifung (Ladungssicherung). Jede Schicht hat eine andere Aufgabe. Schaumfolie schützt die Oberfläche. Der Rest schützt das Produkt.
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