
PP-Klebebänder & Packband - transparent und braun für Industrie und Versand
Verschließen Sie Ihre Kartons schnell und zuverlässig mit PP-Klebebändern in Profi-Qualität. Unser Sortiment umfasst bewährte Allrounder wie das PP-Klebeband 305 ebenso wie Premium-Lösungen und Spezialbänder – jeweils in transparent oder braun, mit Acrylatkleber, Hotmelt oder Naturkautschuk. Verfügbar in 50 mm und 75 mm Breite sowie in den Lauflängen 66 m und 132 m. Für automatische Kartonverschließmaschinen führen wir Automatenklebeband mit bis zu 990 m pro Rolle.

PP-Klebeband 305, transparent, 50 mm x 66 m

PP-Klebeband 305, braun, 50 mm x 132 m

PP-Klebeband 305, transparent, 50 mm x 132 m

tesa® PP-Klebeband #64014, braun, 50 mm x 66 m

tesa® PP-Klebeband #64014, transparent, 50 mm x 66 m

Filamentklebeband, 50 mm x 50 m

Etikettenschutzklebeband, 150 mm x 66 m, transparent

PP-Klebeband 305, transparent, 75 mm x 66 m

Filamentklebeband, 19 mm x 50 m

Filamentklebeband, 75 mm x 50 m

Strappingklebeband #PP 500, 19 mm x 66 m, orange
Was ist PP-Klebeband?
PP steht für Polypropylen – einen thermoplastischen Kunststoff, der als Trägermaterial für das Klebeband dient. In der Herstellung wird die Folie kontrolliert in Längs- und Querrichtung gestreckt (biaxial orientiert), wodurch die Molekülketten so ausgerichtet werden, dass eine besonders hohe Reißfestigkeit entsteht. In der Fachsprache wird dieses Material als BOPP (Biaxially Oriented Polypropylene) bezeichnet. Auf diese Folie wird anschließend eine Klebemasse aufgetragen – und genau deren Zusammensetzung bestimmt, wie sich das Band im Arbeitsalltag verhält.
Für den professionellen Versand hat sich PP-Klebeband als Industriestandard durchgesetzt. Der Grund ist einfach: Es kombiniert eine hohe mechanische Belastbarkeit mit einem niedrigen Preis pro Rolle und ist dabei deutlich leichter als PVC. Wer täglich hunderte Kartons und Faltkartons verschließt, profitiert von dieser Wirtschaftlichkeit, ohne Abstriche bei der Verschlusssicherheit machen zu müssen.
Drei Klebstoffsysteme – welches passt zu Ihrem Einsatzzweck?
Der Träger allein macht noch kein gutes Packband. Entscheidend ist die aufgetragene Klebemasse. Im B2B-Bereich kommen drei Systeme zum Einsatz, die sich in Anfangshaftung, Temperaturverhalten und Abrollgeräusch deutlich unterscheiden.
Acrylatkleber – langlebig, leise, UV-beständig
Acrylatkleber ist eine wasserbasierte Dispersion und damit die umweltfreundlichste Option unter den drei Systemen. Er vergilbt nicht, ist UV-stabil und baut seine Klebkraft über die Zeit weiter auf – ideal für Kartons, die wochen- oder monatelang eingelagert werden. Die Anfangshaftung (Tack) fällt allerdings moderater aus: Der Kleber braucht einige Sekunden, um in die Kartonfasern einzudringen und seine volle Endklebkraft zu entwickeln. Viele Acrylat-Varianten sind als leise abrollende Low-Noise-Ausführung erhältlich, was die Geräuschbelastung am Packplatz deutlich senkt. Unser PP-Klebeband 305 nutzt genau diese Technologie.
Hotmelt – aggressive Soforthaftung für schnelle Taktzeiten
Hotmelt-Klebstoffe basieren auf synthetischem Kautschuk und Spezialharzen. Ihr größter Vorteil: Das Band klebt sofort beim Kontakt mit dem Karton – ohne Wartezeit, ohne Nachdrücken. Damit eignet sich Hotmelt-beschichtetes Packband besonders für den Einsatz in automatischen Kartonverschließmaschinen und für Packplätze mit hohem Durchsatz. Die Kehrseite: Das Abrollen ist deutlich lauter als bei Acrylat, und die UV-Beständigkeit ist eingeschränkt. Für Langzeitlagerung unter Lichteinfluss ist Hotmelt daher weniger geeignet.
Naturkautschuk – die Premium-Lösung für schwierige Oberflächen
Naturkautschukkleber wird aus dem Milchsaft des Kautschukbaums gewonnen und als lösungsmittelbasiertes System (Solvent) auf die PP-Folie aufgebracht. Diese Klebertechnologie liefert die höchste universelle Klebkraft: Sie haftet zuverlässig auf staubigen Recycling-Kartonagen (Testliner), bei Temperaturen bis -30 °C und auf Oberflächen, an denen andere Klebstoffe versagen. Das Abrollen ist leise und gleichmäßig. Naturkautschuk ist die richtige Wahl für Tiefkühllogistik, internationalen Export und alle Wellpappe-Typen mit hohem Altpapieranteil. Unser 305-Premium setzt auf diese Technologie.
Die drei Klebstoffsysteme im Vergleich
| Eigenschaft | Acrylat | Hotmelt | Naturkautschuk |
|---|---|---|---|
| Anfangshaftung (Tack) | Mittel | Sehr hoch | Hoch |
| Endklebkraft (nach 24 h) | Sehr hoch | Mittel | Hoch |
| UV- und Alterungsbeständigkeit | Exzellent | Gering | Mittel |
| Temperaturbereich | ca. -10 °C bis +60 °C | ca. +5 °C bis +50 °C | ca. -30 °C bis +70 °C |
| Abrollverhalten | Leise (Low Noise) möglich | Laut | Leise und gleichmäßig |
| Haftung auf Testliner | Eingeschränkt | Gut | Sehr gut |
| Typischer Einsatz | Langzeitlagerung, Kraftliner | Schnelle Verpackungslinien | Tiefkühlung, Recycling-Kartons |
PP oder PVC Klebeband – wo liegen die Unterschiede?
Diese Frage stellt sich in fast jedem Einkauf. PVC-Klebeband ist das traditionelle Premium-Material: dicker, geschmeidiger beim Abrollen und mit einer hohen Dehnfähigkeit. Dafür ist es deutlich teurer und ökologisch problematischer, da bei der thermischen Verwertung Salzsäure freigesetzt werden kann.
Moderne PP-Klebebänder schließen diese Lücke: Mit Naturkautschukkleber erreicht Polypropylen eine vergleichbare Klebkraft, und Low-Noise-Varianten rollen fast ebenso leise ab wie PVC. Gleichzeitig ist PP besser recycelbar und günstiger. Für den Großteil aller Versand- und Lageranwendungen – vom leichten Faltkarton bis zum schweren zweiwelligen Karton – ist PP daher die wirtschaftlichere und nachhaltigere Wahl.
Ein einfacher Praxistest hilft, die Materialien zu unterscheiden: Rollen Sie ein Stück Band ab, straffen Sie es und stechen Sie mit einem Kugelschreiber hindurch. PVC bildet nur ein Loch, PP-Band reißt sofort komplett durch. Das liegt an der gereckten Molekülstruktur des Polypropylens.
Rollenformate: Breite und Lauflänge gezielt wählen
Die richtige Rollengröße hat direkten Einfluss auf die Effizienz am Packplatz. Wir führen PP-Klebebänder in den folgenden Formaten:
50 mm x 66 m – der Allrounder
Das Standardformat für den manuellen Verschluss von leichten bis mittelschweren Kartons. Passt in jeden handelsüblichen Handabroller und deckt die allermeisten Versandsituationen ab. In unserem Sortiment finden Sie dieses Format unter anderem als PP-Klebeband 305, als tesa 64014 und als nachhaltiges Packotape PCR 80 mit 80 % Recycling-Anteil in der Folie.
50 mm x 132 m – doppelte Lauflänge, weniger Rollenwechsel
Wer täglich viele Pakete verschließt, verliert durch häufige Rollenwechsel spürbar Zeit. Die 132-m-Variante verdoppelt die Standzeit pro Handabroller und ist damit besonders für Packplätze mit hohem Durchsatz sinnvoll.
75 mm Breite – für große und schwere Kartonagen
Bei großformatigen oder schweren Kartons aus zweiwelliger Wellpappe reicht ein 50-mm-Band manchmal nicht aus, um die Deckellaschen dauerhaft geschlossen zu halten. Die 75-mm-Variante vergrößert die Kontaktfläche um 50 % und bietet damit eine deutlich höhere Scherkraft-Resistenz. Das PP-Klebeband 305 ist in 75 mm sowohl in transparent als auch in braun erhältlich.
48 mm x 990 m – Automatenklebeband für Maschinenverarbeitung
Für automatische Kartonverschließmaschinen führen wir PP-Automatenklebeband mit einer Lauflänge von 990 m pro Rolle. Das reduziert Stillstandszeiten drastisch und gewährleistet einen gleichmäßigen Anpressdruck bei jedem Verschluss – ein entscheidender Faktor bei hoher Taktung.
Spezialbänder: Fadenverstärkt, bedruckt und als Oberflächenschutz
Neben klassischem Packband in transparent und braun umfasst diese Kategorie auch technisch spezialisierte Lösungen:
- Filamentklebeband (fadenverstärkt): Integrierte Glasfaserfäden kompensieren die natürliche Querriss-Anfälligkeit von PP-Folie. Damit wird das Band extrem zugfest und eignet sich zum Bündeln schwerer Waren oder zur Sicherung von scharfkantigem Packgut. Wir führen Filamentklebeband in 19 mm, 50 mm und 75 mm Breite.
- Strappingklebeband (PP 500): Ein schmales, hochreißfestes Band für den zusätzlichen Verschluss von Kartons, die hoher Transportbelastung ausgesetzt sind – als Alternative zur klassischen Umreifung.
- Warnbänder: Bedruckte PP-Klebebänder mit Aufschriften wie „Nicht werfen", „Glas" oder „Elektrogeräte" kennzeichnen sensible Sendungen und kommunizieren Handhabungshinweise direkt auf dem Karton.
- Etikettenschutzklebeband (150 mm): Ein hochtransparentes Band, das Versandetiketten, Adressen und Barcodes gegen Nässe, Abrieb und Verschmutzung schützt, ohne die Scanbarkeit zu beeinträchtigen.
- PP-Klebeband bedruckt: Individuell gestaltetes Packband mit Ihrem Logo oder spezifischen Versandhinweisen. Der Druck sitzt auf der Rückseite der Folie und wird beim Verkleben nicht beschädigt.
Nachhaltigkeit: Recycling-Anteil und EU-Verpackungsverordnung (PPWR)
Polypropylen besteht ausschließlich aus Kohlenstoff und Wasserstoff. Bei der thermischen Verwertung zerfällt es rückstandsfrei in Wasser und CO₂ – ein klarer ökologischer Vorteil gegenüber PVC-Klebeband. In modernen Sortieranlagen kann PP zudem stofflich recycelt werden.
Wir tragen dieser Entwicklung Rechnung: Das Packotape PCR 80 in unserem Sortiment verwendet eine PP-Folie mit 80 % Post-Consumer-Rezyklat (PCR) und verbessert damit die CO₂-Bilanz Ihres Versands erheblich. Im Kontext der kommenden europäischen Verpackungsverordnung (PPWR), die ab 2030 verpflichtende Rezyklatanteile für Nicht-PET-Kunststoffe vorsieht, ist der Wechsel auf nachhaltige PP-Bänder eine strategisch sinnvolle Entscheidung.
| PPWR-Meilenstein | Anforderung | Relevanz für den Versand |
|---|---|---|
| 2025 | Erhöhte Recyclingquoten für Kunststoffe (50 %) | Sortenreine Verschlussmittel wie PP bevorzugen |
| 2030 | Verpflichtende Rezyklatanteile für Nicht-PET-Kunststoffe | PP-Bänder mit PCR-Anteil (z. B. Packotape PCR 80) einsetzen |
Wellpappe verstehen: Warum der Karton über den Klebstoff entscheidet
Ein häufig unterschätzter Faktor beim Kartonverschluss ist die Wechselwirkung zwischen Klebeband und Kartonoberfläche. Die Haftung entsteht durch molekulare Anziehungskräfte: Der Klebstoff muss die Oberfläche der Wellpappe benetzen und in ihre mikroskopischen Unebenheiten eindringen, um eine stabile Verbindung aufzubauen.
Bei Kraftliner-Kartons (hoher Frischfaseranteil, glatte Oberfläche) funktioniert das mit allen drei Klebstoffsystemen problemlos. Anspruchsvoller wird es bei Testliner-Kartonagen, die zu 100 % aus Recyclingfasern bestehen: Hier sind die Fasern kürzer und die Oberfläche staubiger, sodass ein Teil des Klebstoffs absorbiert wird, bevor er die tragenden Schichten des Papiers erreicht. In diesen Fällen empfehlen wir Hotmelt oder Naturkautschuk, die als Oberflächenkleber direkt an der Kontaktstelle haften und weniger von der Faserqualität abhängen.
Lärmbelastung am Packplatz: Warum Low-Noise-Bänder sich lohnen
In Lagern und Versandzentren mit mehreren Packplätzen summiert sich das Abrollgeräusch herkömmlicher Klebebänder schnell zu einer erheblichen Lärmbelastung. Das Geräusch entsteht durch den abrupten Energieabriss zwischen der Klebemasse und der Rückseite der darunterliegenden Bandlage auf der Rolle.
Leise abrollende PP-Klebebänder lösen dieses Problem durch zwei technische Ansätze: Eine Trennlackierung (Release-Coating) auf der Folienrückseite reduziert den Abrisswiderstand, während modifizierte Acrylatklebemassen ein ruckfreies, gleichmäßiges Abrollen ermöglichen. In Kombination mit einem ergonomisch gestalteten Handabroller entsteht ein Arbeitsumfeld, das Produktivität und Arbeitsschutz gleichermaßen verbessert.
Technische Referenzwerte unserer PP-Klebebänder
Die folgenden Werte geben Ihnen einen Überblick über die typischen Leistungsunterschiede der drei Kleberklassen auf PP-Trägerfolie. Die Prüfung der Klebkraft erfolgt nach DIN EN ISO 29862 (Abzug von polierter Stahlplatte).
| Parameter | PP-Standard (Acrylat) | PP-Industrial (Hotmelt) | PP-Premium (Naturkautschuk) |
|---|---|---|---|
| Gesamtstärke (Folie + Kleber) | ca. 45–50 µm | ca. 46–52 µm | ca. 50–63 µm |
| Klebkraft auf Stahl | ca. 2,4 N/cm | ca. 4,5 N/cm | ca. 3,0 N/cm |
| Reißkraft | ca. 40 N/cm | ca. 45 N/cm | ca. 55 N/cm |
| Bruchdehnung | ca. 145 % | ca. 140 % | ca. 160 % |
Verarbeitungstipps für den Arbeitsalltag
Die besten technischen Werte bringen wenig, wenn grundlegende Verarbeitungsregeln nicht beachtet werden. Mit diesen Hinweisen holen Sie das Maximum aus jeder Rolle:
- Temperatur beachten: Lagern Sie Klebebänder bei +15 °C bis +25 °C. Unter +15 °C verliert die Klebemasse an Benetzungsfähigkeit. Kalt gelagerte Rollen sollten mindestens 24 Stunden bei Raumtemperatur akklimatisieren, bevor sie eingesetzt werden.
- Saubere Oberfläche: Staub auf dem Karton wirkt wie ein Trennmittel und reduziert die Haftung erheblich. Achten Sie darauf, dass die Wellpappe trocken und weitgehend staubfrei ist.
- Anpressdruck: Moderne Klebstoffe reagieren drucksensitiv. Verwenden Sie immer einen Handabroller mit funktionierender Andruckrolle. Lockeres Auflegen ohne Druck führt fast immer zu mangelhaften Verschlüssen.
- Verschlusstechnik: Für leichte Sendungen genügt der Zwei-Streifen-Verschluss (Deckel und Boden). Bei schweren Paketen oder langen Transportwegen empfiehlt sich ein umlaufender Verschluss, der die Formstabilität des gesamten Kartons sichert.
Häufige Fragen zu PP-Klebebändern
Was ist ein PP-Klebeband?
Ein PP-Klebeband besteht aus einer biaxial gereckten Polypropylen-Folie (BOPP), die mit einer Klebemasse beschichtet ist – entweder Acrylat, Hotmelt oder Naturkautschuk. Es dient primär zum Verschließen von Kartons und Paketen und ist das am weitesten verbreitete Packband im professionellen Versand.
Worin besteht der Unterschied zwischen PP- und PVC-Klebeband?
PP ist leichter, günstiger und besser recycelbar. PVC ist dehnfähiger, etwas geschmeidiger beim Abrollen und traditionell die Premium-Wahl. Für die meisten Versandanwendungen hat PP jedoch aufgeholt und bietet mit der richtigen Klebertechnologie eine gleichwertige Leistung zum niedrigeren Preis.
Welcher Kleber eignet sich für Recycling-Kartons?
Bei Kartonagen aus Testliner (100 % Recyclingfaser) empfehlen wir Hotmelt oder Naturkautschukkleber. Beide haften als Oberflächenkleber direkt an der Kontaktstelle und sind weniger anfällig für die kürzeren Fasern und staubigeren Oberflächen von Recycling-Wellpappe.








