
Filamentklebeband
50 mm x 50 m
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Beschreibung
Der Schwerlast-Kartonverschluss – dort, wo normales Packband aufgibt
Ab einem bestimmten Packgewicht ist Schluss mit PP und PVC. Ein Standard-PP-Band (48 µm, 45 N/cm) hält Kartons bis ca. 15 kg zuverlässig. PVC mit Naturkautschuk schiebt die Grenze auf 25–30 kg. Darüber hinaus – bei Maschinenteilen, Industriekomponenten, Werkzeugen, Baustoffen – braucht der Verschluss eine andere Materialklasse. Das 50-mm-Filamentklebeband ist diese andere Klasse: 575 N/25 mm Reißfestigkeit, 6 % Dehnung, Glasfasern als tragende Struktur. Es verschließt Kartons, die kein anderes Klebeband mehr halten kann.
Mit 50 mm Breite ist es das Standardformat für den vollwertigen Kartonverschluss – es passt in jeden 50-mm-Handabroller und wird genauso verarbeitet wie ein normales Packband. Der Unterschied zeigt sich unter Last.
Wann der Wechsel von Packband auf Filament fällig ist
Nicht jeder schwere Karton braucht Filamentband. Die Entscheidung hängt davon ab, was mit dem Verschluss passiert, nachdem der Karton den Packplatz verlässt. Drei Indikatoren dafür, dass normales Packband nicht mehr ausreicht:
Der Inhalt drückt den Deckel hoch. Bei Kartons mit dichtem, schwerem Inhalt (Metallteile, Fliesen, Werkzeuge) erzeugt das Eigengewicht einen Innendruck auf den Deckel. PP- und PVC-Band dehnen sich unter diesem Dauerdruck – langsam, aber stetig. Irgendwann ist die Dehnung so groß, dass der Verschluss nachgibt. Filamentband dehnt sich nicht: 6 % Dehnung bei Bruchlast. Der Deckel bleibt unten.
Der Karton wird gestapelt. Auf einer Palette stehen oft vier oder fünf Lagen übereinander. Die untersten Kartons tragen das gesamte Gewicht der darüberliegenden. Diese Stapellast drückt den Verschluss nach innen und kann bei PP-Band dazu führen, dass das Band sich in die Kartonkante einschneidet und reißt. Die Glasfasern im Filamentband verteilen die Last und verhindern das Einschneiden.
Der Transport ist lang oder rau. Übersee-Container, Stückgut-Speditionen, Baustellen-Anlieferungen – Transportwege, bei denen die Kartons über Wochen dynamischen Belastungen ausgesetzt sind (Vibrationen, Stöße, Klimawechsel). Ein Verschluss, der am ersten Tag hält, muss auch am dreißigsten noch halten. Filamentband verändert seine Eigenschaften über die Zeit nicht – die Glasfasern altern nicht, der Hotmelt-Kleber behält seine Haftung.
50-mm-Filament als Gefahrgut-Verschluss
Im Gefahrgut-Versand ist der Verschluss kein Detail, sondern eine regulatorische Anforderung. Je nach Gefahrgutklasse und Verpackungsgruppe müssen Kartons (als UN-zugelassene Verpackung) mit einem Verschluss versehen werden, der einer definierten Mindest-Zugfestigkeit standhält. Normales PP-Packband erfüllt diese Anforderung in vielen Fällen nicht – die Reißfestigkeit von 45 N/cm reicht für Verpackungsgruppe I und II oft nicht aus.
Das 50-mm-Filamentklebeband mit 575 N/25 mm bietet die Zugfestigkeit, die Gefahrgutverpackungen erfordern. Es wird in der Praxis als Primärverschluss auf UN-zugelassenen Kartons eingesetzt – quer über den Deckel und den Boden, teilweise mit zusätzlichem H-Verschluss (Streifen über die Seitenlaschen). Die transparente Folie verdeckt keine Gefahrgutetiketten und Kennzeichnungen auf dem Karton.
Wichtig: Ob Ihr konkretes Gefahrgut einen Filament-Verschluss erfordert, hängt von den anwendbaren Vorschriften ab (ADR für Straßentransport, IMDG für Seefracht, IATA-DGR für Luftfracht). Prüfen Sie die Anforderungen mit Ihrem Gefahrgutbeauftragten. Das 50-mm-Filamentband ist ein Werkzeug, das die Anforderung erfüllen kann – die Pflicht zur Prüfung liegt beim Versender.
Verarbeitung: Identisch wie Packband, aber nicht abreißbar
Das 50-mm-Filamentband passt in jeden Standard-Handabroller mit 76-mm-Kernaufnahme – denselben Abroller, den Sie für PP- und PVC-Band verwenden. Einlegen, abrollen, über die Kartonkante führen, mit der Andruckrolle festdrücken. Der Unterschied zum Packband: Das Band lässt sich nicht von Hand abreißen. Die Glasfasern in Längsrichtung sind zu zugfest für einen manuellen Riss. Das Schneidmesser am Handabroller durchtrennt die Fasern sauber – vorausgesetzt, die Klinge ist scharf. Bei stumpfer Klinge franst das Band aus, statt sauber zu schneiden. Wechseln Sie die Abrollerklinge regelmäßiger als bei PP-Band.
Das Band nicht knicken: Ein scharfer Knick (90° oder mehr) kann einzelne Glasfasern an der Knickstelle brechen. Die Reißfestigkeit wird an dieser Stelle lokal geschwächt. Beim Aufbringen über die Kartonkante entsteht kein scharfer Knick, sondern ein Bogen – das ist unkritisch. Problematisch wird es nur, wenn das Band vor dem Aufbringen versehentlich gefaltet oder zusammengedrückt wird.
50 mm Filament vs. 75 mm PVC: Zwei Strategien für schwere Kartons
Einkäufer, die schwere Kartons verschließen, stehen oft vor der Wahl: breiteres PVC-Band (75 mm mit Naturkautschuk) oder Filamentband in Standardbreite (50 mm)? Beide lösen das Problem, aber auf unterschiedlichem Weg.
| Eigenschaft | PVC 75 mm (Naturkautschuk) | Filamentband 50 mm (dieses Produkt) |
|---|---|---|
| Strategie | Mehr Haftfläche (75 mm statt 50 mm) | Mehr Zugfestigkeit (Glasfaser statt reine Folie) |
| Reißfestigkeit | Hoch (PVC-Folie + Naturkautschuk) | Sehr hoch (575 N/25 mm, Glasfaser) |
| Dehnung unter Last | 100–150 % (PVC dehnt sich) | 6 % (hält Position) |
| Handabroller | 75-mm-Modell nötig (K75/K75B) | Standard-50-mm-Modell |
| Gefahrgut-tauglich | Eingeschränkt (Reißfestigkeit oft nicht ausreichend) | Ja |
| Empfohlen für | Schwere Kartons, die Dehnbarkeit als Puffer brauchen | Schwere Kartons, die formstabilen Verschluss brauchen |
Die Faustregel: PVC 75 mm, wenn der Verschluss dynamische Stöße abfedern soll (die Dehnung absorbiert kinetische Energie). Filament 50 mm, wenn der Verschluss unter Dauerlast seine Position halten muss (die Glasfasern geben nicht nach). Für Gefahrgut ist Filament in den meisten Fällen die einzige Option im Klebeband-Segment, die die regulatorischen Anforderungen erfüllt.
Technische Daten
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Trägermaterial | PP mit eingebetteten Glasfaser-Filamenten |
| Klebstoff | Hotmelt |
| Gesamtdicke | 120 µm |
| Reißfestigkeit | 575 N/25 mm |
| Dehnung | 6 % |
| Klebkraft auf Stahl | 25 N/25 mm |
| Farbe | Transparent |
| Breite | 50 mm |
| Lauflänge | 50 m |
| Kern | 76 mm (3 Zoll) |
| Abrollverhalten | Leise |
| Von Hand abreißbar | Nein (Glasfaser – Abroller mit Schneidmesser nötig) |
| Handabroller-kompatibel | Ja (alle 50-mm-Modelle) |
| Mindestabnahme | 18 Rollen |
| Rollen pro Palette | 1.728 |
50 m Lauflänge: Richtig kalkuliert
Filamentband wird nicht für jedes Paket im Versand eingesetzt, sondern gezielt für die schweren oder regulierten Sendungen. Bei einem typischen Bandverbrauch von ca. 50–60 cm pro Verschluss (Deckel + Boden) reicht eine 50-m-Rolle für rund 80 bis 100 Verschlüsse. Bei einem H-Verschluss (zusätzliche Streifen über die Seitenlaschen) reduziert sich die Zahl auf ca. 40 bis 50 Kartons pro Rolle.
Die Mindestabnahme von 18 Rollen (deutlich weniger als die 48 Rollen beim 19-mm-Format) spiegelt den typischen Einsatz wider: Filamentband in 50 mm ist ein Spezialartikel, der in überschaubaren Mengen verbraucht wird – nicht das Alltagsband, das palettenweise bestellt wird.
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