Zum Inhalt springen
30 Produkte
Karton DD0, 180 x 180 x 130 mmKarton DD0, 180 x 180 x 130 mm

Karton D­D0­, 180 x 180 x 130 mm

ab19,48 € / 100 Stück
0,19 € / Stück

Warum bei 31,5 kg alles auf die Wellpappe ankommt

31,5 kg in einem Wellpappkarton durch das DHL-Sortierzentrum zu bringen ist eine ingenieurstechnische Aufgabe. Der Karton wird über Förderbänder geschoben, über Weichen gelenkt, fällt aus bis zu 1,5 Metern Höhe in Sammelbehälter, wird im Zustellfahrzeug unter andere Pakete gestapelt und vom Zusteller aus dem Fahrzeug gehoben – bei jedem dieser Schritte wirken Kräfte auf die Wellpappe, die bei 31,5 kg ein Vielfaches dessen betragen, was ein 5-kg-Paket erlebt.

1-wellige Kartons sind für diese Gewichtsklasse ausgeschlossen. Eine einzelne Wellenlage hält den Bodendruck von 31,5 kg nicht aus – der Boden hängt durch, die Ecken knicken ein, die Seitenwände beulen nach außen. Was es braucht, ist 2-wellige Schwerlast-Wellpappe: zwei Lagen Wellpappe (typischerweise BC-Welle) zwischen drei Deckenbahnen, mit erhöhter Berstfestigkeit. Diese Konstruktion verdoppelt den Stapeldruck-Widerstand und gibt dem Karton die Steifigkeit, die 31,5 kg verlangen.

Aber die Wellpappe allein reicht nicht. Drei weitere Faktoren entscheiden darüber, ob der Karton das Sortierzentrum überlebt: das Klebeband, die Gewichtsverteilung im Inneren und die Polsterung.

Richtig verschließen: Fadenverstärktes Band und H-Verschluss

Standard-PP-Klebeband (die durchsichtige Rolle, die an jedem Packplatz hängt) reißt bei 31,5 kg Inhalt. Der Boden gibt unter dem Gewicht nach, die Klappen drücken auseinander, das Band dehnt sich und löst sich. Für Schwerlast-Pakete empfehlen wir fadenverstärktes Klebeband oder PVC-Packband mit mindestens 50 mm Breite. Beide Bandtypen sind reißfester als PP und halten den Druck, der von 31,5 kg auf die Klappennaht wirkt.

Der Verschluss selbst sollte als H-Verschluss ausgeführt werden: ein Streifen Klebeband über die Mittelnaht der Bodenklappen, je ein Streifen über die Seitenkanten, dasselbe am Deckel. Das ergibt sechs Klebebandstreifen pro Karton – mehr als bei einem Leichtpaket, aber notwendig bei diesem Gewicht. Wer zusätzliche Sicherheit will, umreift den Karton mit einem Umreifungsband aus PP oder PET – das verhindert, dass der Karton bei einem Sturz im Sortierzentrum aufplatzt.

Gewichtsverteilung: Warum der Schwerpunkt zählt

Ein 31,5-kg-Paket mit einseitiger Gewichtsverteilung – schwere Teile links, leichtes Polster rechts – kippt auf dem Förderband, rutscht auf der Weiche und belastet die Kartonecken ungleichmäßig. Die Seitenwand, auf die das Gewicht drückt, beult aus; die gegenüberliegende Seite faltet ein. Im besten Fall kommt der Karton verbeult an. Im schlechtesten Fall platzt er auf.

Die Lösung ist einfach, wird aber oft übersehen: Das Gewicht gleichmäßig im Karton verteilen. Schwere Teile in die Mitte, leichtere drumherum. Hohlräume mit Füllmaterial ausstopfen, damit nichts verrutscht. Bei mehreren schweren Einzelteilen (z. B. Maschinenteile, Werkzeug) einzeln in Polster wickeln und Schicht für Schicht einlegen, nicht lose einwerfen.

Was in die 31,5-kg-Klasse gehört

Die 31,5-kg-Klasse ist die letzte Station vor der Spedition. Was hier nicht mehr reinpasst – weder vom Gewicht noch von den Maßen – muss auf einer Palette als Stückgut versandt werden, zu deutlich höheren Kosten. Deshalb lohnt es sich, die 31,5-kg-Klasse bis an die Grenze auszureizen.

Maschinenteile und Industriebedarf. Elektromotoren, Pumpen, Ventile, Hydraulikzylinder, Getriebe – einzelne Komponenten, die zwischen 10 und 30 kg wiegen und eine stabile Umverpackung brauchen. Der 2-wellige Schwerlast-Karton schützt das Teil gegen Stöße und gibt dem Versender die Möglichkeit, per Paket statt per Spedition zu versenden – ein erheblicher Kostenvorteil.

Werkzeuge und Werkzeugkoffer. Akkuschrauber-Sets im Koffer (ca. 5–8 kg), Werkzeugkoffer mit Grundausstattung (10–15 kg), Tischbohrmaschinen in der OVP (15–25 kg) – Produkte aus dem Werkzeughandel, die zu schwer für die 20-kg-Klasse und zu klein für die Palette sind.

Getränke und Flaschen. Sechs Flaschen Wein in der Versandverpackung (ca. 10–12 kg), zwölf Flaschen Olivenöl im Karton (ca. 15 kg), Bierpakete mit 20 Flaschen (ca. 18–22 kg) – Glasware, die robust verpackt werden muss und bei der das Gewicht schnell steigt. 2-wellige Schwerlast-Wellpappe in Kombination mit Flascheneinlagen schützt gegen Bruch.

Haushaltsgeräte. Staubsauger in der OVP (8–12 kg), Mikrowellen (12–18 kg), Küchenmaschinen mit Zubehör (8–15 kg), kleinere Waschmaschinen-Ersatzteile (Trommel, Motor) – Geräte, die per Paket günstiger versandt werden als per Spedition, solange sie unter 31,5 kg und innerhalb von 1.200 × 600 × 600 mm bleiben.

Baumaterial und Fliesen. Kleine Fliesenmengen (10–15 Stück à 2 kg = 20–30 kg), Fugenmörtel-Eimer, Dichtungsmassen im Gebinde, Schrauben- und Dübel-Großpackungen – Produkte aus dem Baustoffhandel, die im Einzelstück zu schwer für die 20-kg-Klasse sind, aber als Paket versandt werden können.

Tierfutter und Großgebinde. Hundefutter-Säcke (15–20 kg), Katzenstreu-Pakete (10–25 kg), Pferdezubehör in der Box – Produkte aus dem Heimtierbedarf, die regelmäßig bestellt werden und bei denen die Versandkosten über die Kundenzufriedenheit entscheiden.

23,99 € vs. Spedition: Wann sich das DHL-Paket noch lohnt

Die 31,5-kg-Klasse kostet 23,99 € bei Online-Frankierung. Eine vergleichbare Stückgut-Sendung per Spedition kostet – je nach Anbieter und Strecke – 30 bis 80 €. Der Kostenvorteil des DHL-Pakets ist erheblich, solange die Sendung innerhalb der Maß- und Gewichtsgrenzen bleibt. Für Betriebe, die regelmäßig schwere Einzelstücke versenden, ist die 31,5-kg-Klasse der Punkt, an dem die Entscheidung „Paket oder Palette" fällt.

Die Grenze liegt bei 31,5 kg oder 1.200 × 600 × 600 mm – je nachdem, was zuerst erreicht wird. Wer darüber hinausgeht, muss auf Spedition umsteigen. Deshalb lohnt es sich, das Produktgewicht genau zu kennen und die Verpackung so zu wählen, dass die 31,5-kg-Grenze nicht durch einen zu schweren Karton überschritten wird. Ein 2-welliger Schwerlast-Karton in 600 × 400 × 400 mm wiegt ca. 800–1.200 g – bei 31,5 kg Maximalgewicht ein relevanter Anteil.

Bei Hermes, DPD und GLS: Wo liegen die Grenzen?

Nicht jeder Dienstleister akzeptiert 31,5 kg. Die Obergrenzen im Vergleich: DHL erlaubt 31,5 kg, Hermes bis 31,5 kg (aber nur mit Abholung, nicht im Paketshop), DPD bis 31,5 kg (nur mit Abholung, im Shop nur 20 kg) und GLS bis 40 kg. UPS erlaubt bis 70 kg, ist aber primär auf Geschäftskunden ausgerichtet.

Für Kartons in der 31,5-kg-Klasse gilt: Die DHL-konformen Maße (bis 1.200 × 600 × 600 mm) passen bei allen anderen Dienstleistern. Wer den Karton auch bei GLS nutzen will, profitiert von der höheren Gewichtsgrenze (40 kg) und einer inklusiven Versicherung bis 750 € – deutlich mehr als die 500 € bei DHL.

Häufige Fragen zum DHL Paket 31,5 kg

Gilt das 300-cm-Gurtmaß auch für 31,5-kg-Pakete?

Nein. Die 31,5-kg-Klasse hat keine separate Gurtmaß-Beschränkung. Es gelten ausschließlich die absoluten Höchstmaße von 1.200 × 600 × 600 mm. Ein Karton mit diesen vollen Maßen (Gurtmaß 360 cm) ist in dieser Klasse kein Sperrgut.

Kann ich einen 1-welligen Karton für 31,5 kg verwenden?

Nein. 1-wellige Wellpappe hält 31,5 kg nicht aus. Verwenden Sie ausschließlich 2-wellige Schwerlast-Kartons. Der Boden, die Seitenwände und die Deckelklappen müssen das Gewicht durch den gesamten Sortier- und Zustellprozess tragen.

Welches Klebeband brauche ich für 31,5 kg?

Fadenverstärktes Klebeband oder PVC-Packband, mindestens 50 mm breit. Standard-PP-Klebeband reißt unter dem Druck von 31,5 kg. Verschließen Sie den Karton im H-Verschluss (Mittelnaht + Seitenkanten, oben und unten).

Was passiert bei Gewichtsüberschreitung?

Über 31,5 kg akzeptiert DHL die Sendung als Standardpaket nicht mehr. Sie müssen auf DHL Express, Sperrgut oder Spedition ausweichen – alle deutlich teurer. Wiegen Sie die Sendung vor der Aufgabe, inklusive Karton und Polstermaterial.

Ist die 31,5-kg-Klasse auch für den internationalen Versand verfügbar?

International gelten länderspezifische Gewichtsgrenzen – in vielen Ländern liegt das Maximum bei 20 oder 30 kg, nicht bei 31,5 kg. Die Kartons selbst sind international kompatibel, aber prüfen Sie das erlaubte Maximalgewicht für das Zielland vor dem Versand.