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Warum Polster und Packpapier als Sonderposten anfallen

Füllmaterialien werden in großen Mengen eingekauft und gelagert. Wenn ein Kunde seinen Polsterbedarf umstellt (z. B. von Verpackungschips auf Papierpolster, weil das nachhaltiger wirkt), bleiben die nicht mehr benötigten Chips im Lager. Wenn ein Hersteller eine Rollenbreite bei Packpapier ändert (z. B. von 500 mm auf 450 mm), werden die Restbestände in der alten Breite zum Füllmaterial-Sonderposten. Und wenn wir zum Jahresende die Lagerkapazitäten für die neue Saison freimachen, gehen Überbestände in allen Polster-Kategorien in den reduzierten Abverkauf.

Ein weiterer Grund, der spezifisch für Füllmaterial-Sonderposten ist: Verpackungsinnovationen. Der Markt für Polstermaterialien entwickelt sich schnell – Papierpolstersysteme ersetzen Kunststoffchips, recycelte Luftpolsterfolie ersetzt konventionelle, Graspapier-Polster ersetzt Schrenz-Packpapier. Wenn wir ein neues Produkt ins Sortiment aufnehmen, muss das Vorgängerprodukt raus – und die Restmengen werden hier reduziert angeboten.

Welche Füllmaterial-Sonderposten Sie hier kaufen können

Verpackungschips und Flocken. Schaumstoffflocken aus EPS (Styropor) oder Stärke, die als Hohlraumfüllung in den Karton geschüttet werden. Chips sind das einfachste Polster – keine Maschine nötig, kein Zuschnitt, einfach einfüllen. Füllmaterial-Sonderposten mit Chips entstehen, wenn Kunden auf papierbasierte Alternativen umstellen oder wenn saisonale Überbestände (Weihnachtsgeschäft) abgebaut werden. Stärke-Chips sind biologisch abbaubar und kompostierbar – ein Nachhaltigkeitsvorteil, der bei Endkunden gut ankommt.

Packpapier (Rollen und Bögen). Schrenzpapier (grau, recycelt, günstig) und Kraftpapier (braun, reißfest, hochwertig) in Rollen von 500 mm bis 1.000 mm Breite oder als vorgeschnittene Bögen. Packpapier wird am Packplatz zerknüllt oder gefaltet und als Polster in den Karton gelegt. Packpapier-Sonderposten fallen an, wenn Rollenbreiten wechseln oder wenn Großchargen nur teilweise abgerufen werden.

Luftpolsterfolie (Rollen). Noppen- oder Blasenfolie in verschiedenen Breiten und Noppendurchmessern, die als Wickel-Polster um empfindliche Produkte gelegt wird. Hier finden Sie speziell die Rollen, die als Füllmaterial im Karton eingesetzt werden (typischerweise kleinere Breiten von 300–500 mm, die am Packplatz handlich sind).

Polsterkissen und Luftkissen. Vorgefertigte Kissen aus PE-Folie, die mit Luft gefüllt als Polster in den Karton gelegt werden. Füllmaterial-Sonderposten mit Luftkissen entstehen, wenn ein Kunde sein Luftkissensystem wechselt (anderer Hersteller, anderes Kissenformat) und die Restbestände des alten Formats nicht mehr benötigt. Achtung: Luftkissen sind maschinenspezifisch – prüfen Sie, ob das Kissenformat zu Ihrem System passt, bevor Sie kaufen.

Schaumstoff und Spezial-Polster. Schaumstoffplatten, Schaumstoffzuschnitte, Wellpappe-Polstereinlagen und Kantenschutzprofile – Materialien, die für den gezielten Produktschutz eingesetzt werden (Elektronik, Glas, Keramik). Füllmaterial-Sonderposten mit Schaumstoff fallen an, wenn Zuschnitte aus Kundenaufträgen in Restmengen übrig bleiben oder wenn ein Polstertyp durch einen Nachfolger ersetzt wird.

Für wen sich Füllmaterial-Sonderposten lohnen

E-Commerce-Versender mit hohem Packvolumen. Wer täglich 100 oder mehr Kartons packt, verbraucht Polster und Packpapier in industriellen Mengen. Jeder Cent pro Packvorgang zählt. Ein Füllmaterial-Sonderposten Packpapier (10 Rollen à 250 m zum reduzierten Preis) deckt den Bedarf für Wochen und spart pro Rolle einen Betrag, der sich über die Menge summiert.

Versender empfindlicher Waren. Elektronik, Keramik, Glas, Kosmetik in Glasflakons – Produkte, die ohne Polster das Sortierzentrum nicht überleben. Luftpolsterfolie und Schaumstoff-Polster sind für diese Versender kein optionales Zubehör, sondern Pflicht. Ein Füllmaterial-Sonderposten im richtigen Format senkt die Polsterkosten pro Sendung.

Betriebe, die auf nachhaltigeres Polster umstellen wollen. Der Wechsel von EPS-Chips auf Stärke-Chips oder von Luftpolsterfolie auf Packpapier ist eine Entscheidung, die am Packplatz getestet werden muss: Polstert das neue Material genauso gut? Passt es in den Arbeitsablauf? Akzeptieren die Packer den Wechsel? Ein Füllmaterial-Sonderposten des neuen Materials ist der günstigste Einstieg in den Praxistest – reduziert kaufen, im Alltag testen, dann entscheiden.

Worauf Sie beim Kaufen von Füllmaterial-Sonderposten achten sollten

Füllmaterial ist weniger formatgebunden als Beutel, aber systemgebundener als Kartons. Die wichtigste Frage ist: Passt das Polster in meinen Packprozess? Packpapier auf der Rolle braucht einen Rollenhalter oder Abreißständer am Packplatz. Luftkissen brauchen ein Füllsystem (Maschine), das das Kissenformat unterstützt. Verpackungschips brauchen ein Silo oder zumindest einen großen Sack neben dem Packtisch. Und Schaumstoffzuschnitte als Polster passen nur für das Produkt, für das sie zugeschnitten wurden – universell einsetzbar sind sie nicht.

Ein zweiter Punkt: das Gewicht. Polster und Packpapier tragen zum Gesamtgewicht der Sendung bei, und bei gewichtsbasierten Dienstleistern wie DHL bestimmt das Gewicht die Paketklasse. Verpackungschips aus Stärke wiegen fast nichts (ca. 4 g pro Liter). Packpapier wiegt deutlich mehr (ca. 30–50 g pro zerknülltem Bogen). Luftpolsterfolie liegt dazwischen. Für Sendungen nahe an der Gewichtsgrenze (z. B. 4,8 kg bei einem DHL-5-kg-Paket) kann das Füllmaterial über die Paketklasse entscheiden – und damit über 2–3 € Porto pro Sendung.

Häufige Fragen zu Füllmaterial-Sonderposten

Sind reduzierte Verpackungschips biologisch abbaubar?

Das hängt vom Material ab. Chips aus Maisstärke sind biologisch abbaubar und kompostierbar. Chips aus EPS (Styropor) sind es nicht. Das Material ist bei jedem Füllmaterial-Sonderposten angegeben – prüfen Sie das vor dem Kaufen.

Passen Sonderposten-Luftkissen in mein Polster-System?

Nicht unbedingt. Luftkissen-Systeme arbeiten mit herstellerspezifischen Folienrollen. Prüfen Sie Kissenformat, Perforationsabstand und Rollenbreite gegen die Spezifikation Ihres Geräts, bevor Sie den Füllmaterial-Sonderposten kaufen. Bei Unsicherheit kontaktieren Sie unser Service-Team.

Wie viel Polster brauche ich pro Karton?

Als Faustregel: Der Hohlraum im Karton sollte zu mindestens 80 % mit Polster ausgefüllt sein, damit das Produkt beim Transport nicht verrutscht. Bei einem Karton 400 × 300 × 200 mm mit einem Produkt von 200 × 150 × 100 mm sind ca. 20 Liter Hohlraum zu füllen. Das entspricht ca. 20 Litern Verpackungschips, vier bis fünf zerknüllten Bögen Packpapier oder drei Luftpolsterkissen.

Kann ich verschiedene Füllmaterial-Sonderposten in einer Bestellung kaufen?

Ja. Sie können beliebig viele Füllmaterial-Sonderposten – Polster, Packpapier, Chips – und reguläre Produkte in einer Bestellung zusammenfassen, auch kategorieübergreifend (z. B. Kartons + Füllmaterial + Klebeband).

Ist reduziertes Packpapier auch für Lebensmittelkontakt geeignet?

Nur wenn das Produkt explizit als lebensmittelkonform gekennzeichnet ist. Standard-Schrenzpapier (grau, recycelt) ist nicht für den direkten Lebensmittelkontakt zugelassen. Natronkraftpapier kann lebensmittelkonform sein – die Angabe finden Sie in der Produktbeschreibung des Füllmaterial-Sonderpostens.